17. Mettmanner Duathlon steigt am 14. April 2019

Duathlon : Duathleten stehen in den Startlöchern

Der Wettbewerb in Mettmann ist beliebt bei Sportlern. Diesmal mischt mit Gerrit Schubert auch ein ambitionierter Lokalmatador mit.

Aus dem Sportkalender im Kreis ist der Mettmanner Duathlon der am Sonntag, 14. April, zum 17. Mal ausgetragen wird, nicht wegzudenken „Der von Mettmann-Sport ausgerichtete Duathlon hat überregionale Bedeutung erlangt und ist in der Szene mehr als ein Geheimtipp“ sagt Organisationschef Wolfgang Stolte. Er und ME-Sport-Geschäftsführerin Sandra Pietschmann berichten, dass das diesjährige Starterfeld qualitativ nicht ganz so gut besetzt ist wie in den vergangenen Jahren. „In Alsdorf in der Nähe von Aachen finden zum gleichen Termin die Deutschen Meisterschaften im Duathlon statt. Da haben die Top-Athleten natürlich die Nationalen Meisterschaften vorgezogen“, erläutert Stolte, fügt aber hinzu, dass trotzdem ein Teilnehmerfeld an den Start geht, das sich sehen lassen kann. „Für viele Triathleten, bei denen die wichtigen Events erst in einigen Wochen beginnen, ist unser Mettmann Duathlon ein guter Aufgalopp, um nach den absolvierten harten Trainingslagern den derzeitige Stand der Form bei Wettkampfatmosphäre zu überprüfen.“

Auch Sandra Pietschmann ist der Auffassung, dass trotz des Fehlens einiger bekannter Namen aus der Duathlon-Szene der Wettkampf am 14. April sportlich weiterhin von großem Interesse ist, da Starter aus ganz NRW und den angrenzenden Nachbarländern dabei sein werden. Die Geschäftsführerin von ME-Sport erzählt, dass auf der Kurzstreckendistanz der Sieger des Vorjahres, Ruben Zepunke, seinen Titel auf der Strecke, die zehn Kilometer Laufen, 44 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen umfasst, verteidigen will. „Diesmal erhält der Vorjahressieger aber einen ernsthaften Konkurrenten“, erklärt Pietschmann. Und der ist sogar ein Lokalmatador. Der gebürtige Mettmanner Gerrit Schubert (24), der mittlerweile für einen bekannten Triathlon-Bundesliga-Verein startet, war vor zwei Jahren Deutscher Juniorenmeister im Sprint-Triathlon und im vergangenen Jahr Vizemeister im Sprint. „Es ist davon auszugehen, dass ihm die hoffentlich vielen Mettmanner Zuschauer am Straßenrand kräftig die Daumen drücken und anfeuern“, sagt Pietschmann.

Es ist wieder eine anspruchsvolle Streckenführung, die die Duathleten zu bewältigen haben. Die Radstrecke, die sich in den vergangenen Jahren bewährt hat, führt vom Start an der Hasselbeckstraße zunächst über die Nordstraße durch die Innenstadt zur Talstraße und durch das Neandertal mit der schweren Steigung an der Stindermühle und zurück über den Südring, Osttangente und Seibelquerspange zur Sportanlage am Heinrich-Heine-Gymasium. Sandra Pietschmann bedankt sich besonders bei den zahlreichen Sponsoren. Center-Leiter Ivo Todorovic vom Hauptsponsor Autohaus Gottfried Schultz hebt die Bedeutung der Veranstaltung hervor.

Das Herzstück des Mettmanner Duathlons: Der Aufstieg aus dem Neandertal zur Gans, kurz: „Heartbreak Hill“ genannt. Foto: Janicki, Dietrich (jd-)
Wolfgang Stolte (Organisationsteam), Sandra Pietschmann (Mettmann-Sport), Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Ivko Todorovic vom Hauptsponsor Gottfried Schultz zeigen einen Modellbully, den es unter anderem als Prämie beim Wettbewerb gibt. Foto: Blazy, Achim (abz)

Wolfgang Stolte führt aus, dass die Durchführung des Mettmanner Duathlons vor einigen Wochen am seidenen Faden hing, als bekannt wurde, dass die Polizei nicht mehr regelnd, sondern nur noch überwachend bei Sportveranstaltungen tätig sein darf. So sei das vom Land NRW vorgegeben. Die Kreispolizeibehörde habe zumindest für dieses Jahr „grünes Licht“ gegeben und werde die kurzzeitigen Straßensperrungen vornehmen. Was in der Zukunft passiert, ist ungewiss. Man werde alles versuchen, um den Mettmanner Duathlon weiterhin durchzuführen, erklären die Verantwortlichen. Die Kosten für die dann umfassenderen Absperrmaßnahmen müssen aber im tragbaren Rahmen bleiben und dürfen den Verein ME‑Sport nicht überfordern.

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