Fußball 1. FCW verpatzt den Saisonstart

Fußball · 1.FC Wülfrath – 1. FC Viersen 0:1 (0:0). Der Trainer tröstete sein Team nach dem verpatzten Saisonstart. Frank Kurth ging von einem Spieler zum anderen und klopfte jedem aufmunternd auf die Schulter. Mit hängenden Köpfen verschwanden die Fußballer anschließend in der Kabine. Sie hatten sich den Niederrheinliga-Auftakt vor heimischem Publikum offenbar anders vorgestellt.

 Steve Feind (l.) erarbeitete sich mehrere gute Chancen.

Steve Feind (l.) erarbeitete sich mehrere gute Chancen.

Foto: Dietrich Janicki

"Wir haben heute einfach nicht genug investiert. Die Niederlage ist bitter, doch wir wissen nun, dass wir mehr tun müssen", analysierte Kurth die Partie. Die hatte zunächst verheißungsvoll begonnen. Die Gastgeber bestimmten auf dem Rasen das Tempo, bauten Druck nach vorne auf und ließen dem Gegner wenig Raum, seine Stärken zu entwickeln. Ganesh Pundt und Steve Feind tauchten mehrmals gefährlich vor dem Viersener Tor auf, konnten ihre Chancen allerdings nicht nutzen. "Die Anfangsphase ist vielleicht auch ein bisschen zu gut gelaufen. Doch jetzt wissen die Jungs, dass so ein Spiel kein Selbstläufer ist und die guten Ergebnisse aus der Vorbereitung nicht zählen."

Die Gäste, die bereits in der vergangenen Saison überraschend stark auftraten, fanden besser ins Spiel, als die Bemühungen der Wülfrather nach 20 Minuten sichtlich nachließen. Ein Fernschuss von Patrick Scheulen markierte den Wendepunkt der Begegnung. Während die Mannschaft von Frank Kurth nicht mehr jeden Ball konsequent verfolgte und auch mit der Verteidigung nachlässiger umging, suchten die Gäste über schnelle Konter ihre Chance.

Torwart Marcel Grote war gefordert, als ein hoher Ball über eine Kopfballverlängerung auf ihn zukam und gleich mehrere Gegenspieler zum Angriff übergingen (35.). Zehn Minuten später hielt der Wülfrather Schlussmann mit der nächsten Parade die Partie weiter offen. Gegen den knallharten Schuss von Marijan Mustac war er allerdings machtlos (59.). Er flog dem Ball zwar noch hinterher, erreichte ihn jedoch nicht mehr. Danach flachte das Duell weiter ab.

Die Gäste schienen mit der knappen Führung zufrieden, die Platzherren hingegen zeigten zu wenig Einsatz, um den Ausgleich zu erzielen. "Los Jungs, wir haben noch Zeit", rief Kapitän Engin Kizilarslan seinen Teamkollegen zu, doch seine Worte blieben wirkungslos. Die Angriffe verliefen wenig geordnet, der Ball landete eher zufällig und ohne Entschlossenheit vor dem Tor.

"Mit dieser Leistung können wir nicht zufrieden sein. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, doch wir konnten den Gegner nicht entscheidend unter Druck setzen. Es gab zu viele Stockfehler", kritisierte der Trainer. Trotz der Niederlage bleibt Frank Kurth jedoch zuversichtlich. "Wir haben ein Team, das in der Lage ist, solche Gegner zu schlagen und wir werden unsere Punkte schon noch machen." Für seine Spieler war das zunächst nur ein schwacher Trost.

(domi)
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