1. FC Wülfrath verstärkt sich für die Rückrunde

Fußball: 1. FC Wülfrath verpflichtet Dennis Krol

Der ambitionierte Fußball-Bezirksligist trennt sich von einigen Spielern, plant aber noch weitere Neuzugänge in der Winterpause.

Bei der Jahreshauptversammlung des 1. FC Wülfrath brachte es der erste Vorsitzende Michael Massenberg auf den Punkt: „Wir sind ein finanziell gesunder Verein.“ Der Vorstand des rund 500 Mitglieder zählenden Klubs werde sich aber nicht auf den guten wirtschaftlichen Zahlen ausruhen, sondern permanent versuchen, die erzielten Ergebnisse zu verbessern, um für eventuell eintretende Rückschläge gewappnet zu sein, fügte Massenberg hinzu.

Dass der Fußball-Bezirksligist aufgrund seiner finanziellen Leistungsfähigkeit in der Branche eine gute Adresse darstellt, ist bekannt. „Darauf sind wir stolz und das ist für uns bei Transfergesprächen auch immer ein großes Plus“, bemerkt der 67-Jährige. Das soll sich auch bei den derzeit laufenden Gesprächen mit etwaigen Neuzugängen in der Winterpause positiv auswirken. Der FCW-Vorsitzende vermeldet bereits den ersten Neuen: „Wir haben uns die Dienste von Dennis Krol gesichert, der zuletzt für den Landesligisten SSVg Heiligenhaus spielte.“ Zuvor war Krol, den die Wülfrather sowohl für das defensive Mittelfeld als auch für den Einsatz in der Abwehr-Viererkette einplanen, unter anderem beim Oberligisten VfB 03 Hilden sowie beim damaligen Landesligisten ASV Mettmann tätig. „In der Jugend wurde er beim Wuppertaler SV, bei Bayer Leverkusen und beim FC Barcelona ausgebildet“, berichtet Massenberg. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2020. „Wir werden alle Verträge mit den Neuzugängen, aber auch den Spielern des derzeigen Kaders mindestens bis zu diesem Datum abschließen, da der Vorstand und Trainer Sebastian Saufhaus jetzt perspektivisch denken und wir nicht die großen Kader­umbrüche der Vergangenheit wiederholen wollen.“

Massenberg kündigt an, dass der Verein voraussichtlich in den nächsten Tagen weitere Neuverpflichtungen bekannt gibt. „Es ist nichts Neues, dass wir uns insbesondere auf der Torhüterposition und in der Innenverteidigung verstärken wollen.“ Mit zwei Torhütern, die beide höherklassig spielen, sei der FCW in guten Gesprächen. „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens einen fest an der Angel haben – er muss nur noch den Köder fressen“, beschreibt er mit einer Metapher lächelnd den Stand der Vertragsgespräche. Wenn Trainer Saufhaus aus dem Urlaub zurück ist, sollen die Gespräche mit interessierten Spielern fortgeführt werden. „Unser Coach verfügt über eine Menge Kontakte zu guten Fußballern. Diese Verbindungen wollen wir selbstverständlich nutzen, wobei es natürlich wichtig ist, dass die Neuzugänge spielerisch und charakterlich zum bestehenden Kader passen müssen“, betont Massenberg. Keinen Hehl macht der FCW-Vorsitzende daraus, dass die im Saisonverlauf vorgenommene Verpflichtung von A-Lizenz-Inhaber Sebastian Saufhaus ein Glückstreffer für den FCW war. „Er hat eine Menge Strahlkraft in die Fußballszene und in Richtung Öffentlichkeit. Das erleichtert so manches.“

Die Vakanz im Defensivbereich ergibt sich beim FCW vor allem daraus, dass Kapitän und Abwehrchef Julian Guxha mit einem Kreuzbandriss bis zum Saisonende ausfällt. Dagegen kehrt Innenverteidiger Ivan Simic wieder in den Kader zurück. „Ivan ist nach seiner schweren Kieferverletzung viel früher wieder fit, als wir gedacht haben. Er ist für uns im Abwehrzentrum ein ganz wichtiger Spieler“, sagt Massenberg. Zusammen mit Coach Saufhaus wird er ab Februar/März die Gespräche mit den bisherigen Spielern des Kaders hinsichtlich einer weiteren Zusammenarbeit über die aktuelle Saison hinaus führen. „Wir wollen schnell Klarheit hinsichtlich der Kaderplanung haben, egal welcher Spielklasse wir in der kommenden Saison angehören“, betont der FCW-Chef.

Bereits nach der Winterpause sind drei Fußballer des derzeitigen Kaders nicht mehr dabei. Anastasios Anastasiou, Umutcan Önel und Davide Lo Matire haben den FCW verlassen. „Alle drei Spieler waren mit ihren Einsatzzeiten nicht zufrieden oder hatten, wie Davide Lo Martire, aus beruflichen Gründen wie Schichtarbeit kaum eine Chance, eine feste Größe in der Startformation zu werden“, erläutert Massenberg. Er betont, dass die Auflösung der Verträge im beiderseitigen Einvernehmen erfolgt sei.

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