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Fußball: 1. FC Wülfrath verliert weiter an Boden

Fußball : 1. FC Wülfrath verliert weiter an Boden

In der Fußball-Oberliga lässt das Schlusslicht beim VfB Speldorf die im Abstiegskampf notwendige Einstellung vermissen. Auch die Neuzugänge bringen im Angriff keine Wende. Ein Elfmeter führt in die Niederlage.

VfB Speldorf – 1. FC Wülfrath 1:0 (1:0). Die FCW-Fußballer kassierten in der Oberliga die nächste Niederlage und stehen weiter mit mageren 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Zwar beherrschten die Gäste über weite Strecken das Spiel, ließen aber vorn jegliche Durchschlagskraft vermissen. "Ich war das erste Mal nicht zufrieden mit der Einstellung meiner Mannschaft. Es fehlte die nötige Mentalität – und das habe ich noch nie bemängelt, seitdem wir unten stehen", kritisierte Joachim Hopp. Der Wülfrather Coach nahm von den "sieben bis acht Ausfällen" lediglich Torhüter Sebastian Herweg und die Innenverteidiger Julius Steegmann und Martin Haschke von seiner Kritik aus. "Wir haben eine starke Offensive, aber uns trotzdem keine einzige richtige Chance erarbeitet", bemängelte der Trainer.

Hopp schickte die Neuzugänge Maximilian und Julius Steegmann sowie Yannick Salem von Beginn an in die Partie. Eremias Ghebremedhin fehlte noch die Spielberechtigung. Vor allem die Defensive machte ihre Aufgabe in der Anfangsphase sehr gut und hatte den Angriff des VfB Speldorf 35 Minuten lang gut im Griff. "Wir haben den Gegner gezwungen, lange Bälle zu schlagen und haben keinen Spielaufbau zugelassen", lobte Hopp. Doch dann schaffte es ein VfB-Angreifer einmal bis in den Wülfrather Strafraum. Adrian Jeglorz hatte seinen Gegenspieler bereits gestellt, als Kapitän Engin Kizilarslan den Speldorfer ungestüm zu Fall brachte und Schiedsrichter Martin Thomsen auf den Elfmeterpunkt zeigte (36.). Antonio Munoz-Bonilla ließ Sebastian Herweg beim Strafstoß keine Chance und verwandelte flach in die untere rechte Ecke zum 1:0 (39.). "Das war eine sehr undankbare Situation für Sebastian, da er bis dahin kaum einen Ball aufs Tor bekommen hat", nahm der FCW-Coach seinen Keeper in Schutz.

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Erst nach dem Seitenwechsel verbuchten die Wülfrather die erste gute Gelegenheit. Nach einer guten Kombination setzte sich Jeglorz über die rechte Seite durch und brachte eine Flanke halbhoch in den Strafraum. Doch vor dem Tor verpassten mit Emrah Cavdar, Maximilian Steegmann und dem für Yannick Salem nach der Pause eingewechselten Idrissa Sow gleich drei FCW-Angreifer das Leder (52.). Weitere Chancen erspielte sich das Hopp-Team aber nicht. Auch die vielen Freistöße aus dem Halbfeld konnten die Gäste nicht verwerten. "Im Strafraum konnten wir mit unseren großen Leuten weder den ersten noch den zweiten Ball gewinnen", berichtete Hopp. Doch auch in der Schlussphase, in der seine Elf die Defensive lockerte, sprang nichts Nennenswertes mehr heraus.

Der VfB Speldorf konnte den größeren Raum ebenfalls nicht zu etwas Zählbarem nutzen. Die Fernschüsse blieben allesamt ungefährlich. Zusätzlich musste Julius Steegmann nach einem Zweikampf verletzt raus. "Ich hoffe, es ist nur eine Zerrung, er hat uns in der Abwehr Stabilität verliehen", sagte Joachim Hopp. Der Coach konnte seine Enttäuschung über die knappe Niederlage nicht verbergen. Schließlich ließ sein Team die Verunsicherung des VfB nach der 2:6-Niederlage gegen TuRU Düsseldorf ungenutzt. "Wenn man kein Tor schießt, sollte man in so einem Spiel wenigstens auch keines kassieren", fand der Trainer.

(pjj)