Fußball: 1. FC Wülfrath trifft auf alte Bekannte

Fußball : 1. FC Wülfrath trifft auf alte Bekannte

Das letzte Meisterschaftsspiel des Landesliga-Schlusslichts vor der Winterpause hat auch eine persönliche Note. Denn Ex-Trainer Thorsten Legat und Ex-Stürmer Serkan Hacisalihoglu wollen am Sonntag für den FC Remscheid punkten.

FC Remscheid - 1. FC Wülfrath. Zum Kellerduell müssen die Wülfrather Landesliga-Fußballer beim FC Remscheid (Sonntag, 14 Uhr, Röntgen Stadion) antreten. "Wir wollen in Remscheid unbedingt punkten, um uns zumindest mit einem kleinen Erfolg in die Winterpause zu verabschieden", erklärt Boris Hartmann. Der Co-Trainer des 1. FCW geht davon aus, dass zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sich auf Augenhöhe begegnen.

Co-Trainer Boris Hartmann hat am Sonntag auf der Wülfrather Bank das Sagen. Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Ebenso wie die Wülfrather gingen die Remscheider mit ganz anderen Ambitionen in die Saison, als es der schwache Tabellenplatz aussagt. Während die Verantwortlichen des 1. FCW erst in dieser Woche die Reißleine zogen und sich im beiderseitigen Einvernehmen von Trainer Zeljko Nikolic trennten, griff der Vorstand des FCR bereits vor einigen Wochen zum angeblichen Allheilmittel Trainerentlassung.

Ex-FCW-Trainer Thorsten Legat ist jetzt für das Team des FC Remscheid verantwortlich. Foto: Janicki

Kurioserweise holten die Remscheider mit Ex-Profi Thorsten Legat genau den Trainer, der fast genau vor einem Jahr in Wülfrath den Laufpass erhielt. Legat kennt also einen Teil des FCW-Teams und wird seine Mannschaft entsprechend einstellen. Es ist aber noch ein weiterer Fußballer in den Reihen der Remscheider, der den FCW gut kennt. Serkan Hacisalihoglu spielte in der vergangenen Saison für die Kalkstädter und war mit 14 Treffern maßgeblich am Klassenerhalt des FCW beteiligt. Er ging nach der letzten Spielzeit zum FC Remscheid zurück, ist dort Kapitän und schießt weiterhin fleißig seine Tore. So am vergangenen Sonntag, als der Torjäger beim 4:2-Erfolg bei der SSVg Heiligenhaus gleich drei Mal erfolgreich war.

"Wir werden uns gegen Serkan etwas einfallen müssen", weiß Boris Hartmann um die Gefährlichkeit des Remscheider Mittelstürmers. Der Co-Trainer des FCW macht zugleich deutlich, dass die Wülfrather sich nicht unbedingt am Gegner ausrichten möchten, sondern mit den eigenen Stärken der Partie ihren Stempel aufdrücken wollen. "Wir sind sicherlich stärker, als es der letzte Tabellenplatz ausdrückt." Nach der Trennung von Nikolic coacht Hartmann zusammen mit dem Sportlichen Leiter Joachim Dünn das Wülfrather Team.

Glück für den FCW, dass Stammtorhüter Sebastian Herweg nach kurzer Krankheit wieder zur Verfügung steht, denn Dustin Knackmuss, der vergangenen Sonntag in Ronsdorf für Herweg im Tor stand, zog sich diese Woche beim Training eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu. Dazu fällt der verletzte Mittelfeldspieler Abdelkarim Ilfrassen aus. Kapitän Martin Haschke musste sich einer Hüftoperation unterziehen.

Die Wülfrather hoffen, dass Michael Günther, der in der vergangenen Saison noch für die Remscheider auf Torejagd ging, an alter Wirkungsstätte diesmal für seinen neuen Verein erfolgreich ist. "Ich gehe von einem spannenden Abstiegsduell aus, in dem die Tagesform entscheidet", erklärt Hartmann.

(klm)
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