1. FC Wülfrath gewinnt beim SC Sonnnborn

Fußball : 1. FCW macht im Nachholspiel Boden gut

Die Wülfrather Bezirksliga-Fußballer nutzen beim SC Sonnborn ihre wenigen Chancen effektiv.

Rosenmontag kann für die Fußballer des 1. FC Wülfrath kommen: Mit dem 3:1-Erfolg im Nachholspiel beim SC Sonnborn brachte sich die Mannschaft von Sebastian Saufhaus in die richtige finale Karnevalsstimmung. Gleichwohl war in der Bezirksliga-Begegnung nicht alles Gold, was glänzte. Das sah auch Saufhaus, doch der Trainer bilanzierte: „Über das ganze Spiel war unser Sieg gerechtfertigt.“

Vor allem die vielen Standards, die sein Team immer wieder unnötig produzierte, waren dem FCW-Coach ein Dorn im Auge. „Da hat Sonnborn seine Qualität“, betonte er. Den Beweis lieferten die Gastgeber, als nach einem Freistoß von der halblinken Seite Stürmer Matthias Roth völlig frei vor dem Wülfrather Kasten die 1:0-Führung (13.) erzielte. Auch in der Folge blieben die Sonnborner immer wieder bei Standardsituationen gefährlich. Auf der anderen Seite stand Özgür Karakas nach einer FCW-Ecke am zweiten Pfosten goldrichtig und schob den Ball zum Ausgleich über die Linie (23.). Noch vor der Pause brachte Bartosz Siedlarski die Wülfrather mit 2:1 (43.) in Front.

In der zweiten Halbzeit demonstrierten die FCW-Fußballer ihre Konterstärke. Von Engin Kizilarslan kam der Ball zu Salvatore Alberti und der setzte Davide Mangia in Szene – der Angreifer musste die Kugel nur noch über die Linie befördern. Eine Kombination, die Saufhaus „richtig gut“ fand. Seine Mannschaft versuchte in der Folge, weitere Nadelstiche dieser Art zu setzen, doch es haperte am Abschluss. Die Sonnborner drängten ebenfalls vergeblich auf den Anschlusstreffer, gerieten fünf Minuten vor dem Ende durch eine gelb-rote Karte sogar noch in Unterzahl.

Letztlich fiel das Fazit von Saufhaus positiv aus. Der FCW-Trainer erkannte im Vergleich zum torlosen Remis in Born eine Steigerung. „Mit dem Spiel in Born war ich zufrieden, aber da haben wir unheimlich viele Chancen liegen lassen. Heute hatten wir weniger Chancen, haben die aber genutzt.“ Im Moment gehen die Wülfrather also den Weg der kleinen Schritte.

Durch den Sieg in Sonnborn kletterte der FCW auf den fünften Tabellenplatz, hat allerdings neun Punkte Rückstand auf Spitzeneiter Ronsdorf. Auch deshalb hält Saufhaus den Ball lieber flach. „Der Aufwärtstrend ist unverkennbar, aber wir müssen noch viel arbeiten, vor allem unsere Fehlerquote minimieren“, sagt er. Das Aufstiegsrennen ist für den Übungsleiter aktuell kein Thema. „Wir müssen realistisch sein: Wir müssen jetzt erst einmal punkten“, betont er und ergänzt: „Wir denken von Spiel zu Spiel – alles andere ist nicht zielführend. Wir müssen uns stabilisieren und eine gewisse Präsenz zeigen. Es gibt schon Gründe, weshalb wir gegen die Spitzenmannschaften verloren haben.“ Gleichwohl ist die Zielsetzung für die kommenden Wochen klar: „Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Was dann dabei herauskommt, werden wir sehen.“

1. FC Wülfrath: Demirhat – Kresse, Kilzilarslan, Mangia (71. Müller), Simic, Karaks, Jezussek, Aliberti (89. Gehse), Cyrys, Krol, Siedlarski (85. Ziebuh).