Wülfrath: SPD: Zwischenlösungen an der Bahntrasse suchen

Wülfrath: SPD: Zwischenlösungen an der Bahntrasse suchen

Da das Land aus finanziellen Gründen alle Bahn-Neubaustrecken „auf Eis gelegt“ hat, sei mit der Realisierung der Niederbergbahn selbst bei optimistischer Prognose in den nächsten 15 bis 25 Jahren nicht zu rechnen, heißt es in der Begründung eines SPD-Antrags. Die SPD wolle zwar grundsätzlich an der Freihaltung der Bahntrasse festhalten, regt aber an, städtebauliche Entscheidungen entlang der „Niederbergbahn“ in Wülfrath erneut auf den Prüfstand zu stellen. So ist eine Brückenquerung zur Anbindung des Gewerbegebiets Kocherscheidt vorgesehen (Teil der geplanten Wülfrather Nordumgehung), Aus Sicht der SPD ist es bedenkenswert, ob für diese Brücke mehr als 2,5 Millionen Euro aus Steuergeldern ausgegeben werden. „Ein schienengleicher Übergang reicht für die nächsten Jahrzehnte sicherlich aus, zumal die Trasse nach aktuellem Kenntnisstand künftig weder von Rheinkalk noch vom anliegenden Schrottverwerter benutzt werden wird.“

Erschließung Erbacher Berg

Außerdem müsse die Erschließung der Sportanlage Erbacher Berg neu überdacht werden. Ursprünglich sollte sie auf der südöstlich angrenzenden Bahnschleife verlaufen. Um einen Sackbahnhof zu vermeiden und stattdessen eine Bahnhofsnutzung mit Durchfahrtmöglichkeit zu schaffen, sollte mit erheblichem finanziellen Aufwand eine parallele Straßenführung realisiert werden. Angesichts der zeitlichen Perspektive zur eventuellen Realisierung der Niederbergbahn und den bis dahin sicherlich entwickelten Möglichkeiten schienengebundener Personentransportsysteme muss nach Ansicht der SPD die alte Erschließung und die damit verbundenen Vorteile erneut überdacht werden.

Fuß- und Radweg

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Die SPD regt an, darüber nachzudenken die ursprüngliche Idee doch zu realisieren, nach der auf der alten tief liegenden Bahntrasse zwischen Bochumer Bruch und Zeittunnel, ein Fuß- und Radweg angelegt wird, auf dem die L 74 im Bereich des Kreisverkehrs Hammerstein gefahrlos unterquert werden kann. Zumindest sollte eine langfristige „Zwischenlösung“ geprüft werden. Die Finanzierung dieses Vorhabens war auch einmal als Ausgleichsmaßnahme für das Kalkvorhaben Silberberg angedacht.

Schließlich sei bei der Entwicklung des Bahnhofsareals (3. Quartier in der Perspektivenwerkstatt) die Standortfrage für einen S-Bahn-Haltepunkt und einen Park&Ride-Platz kritisch zu überprüfen.

(RP)
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