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Mettmann: SPD siegt in vier Wahlkreisen

Mettmann : SPD siegt in vier Wahlkreisen

Die beiden bisherigen CDU-Landtagsabgeordneten Marc Ratajczak und Harald Giebels scheiden aus dem Landtag aus. Manfred Krick (SPD) und sein Parteifreund Volker Münchow vertreten künftig den Kreis im neuen Landesparlament. Dirk Wedel (FDP) ist ebenfalls im Parlament.

Mettmann/Erkrath/Wülfrath Lange Gesichter bei der CDU. Schon als die erste Prognose um 18 Uhr im Fernsehen lief, war klar, dass die CDU das schlechteste Wahlergebnis in NRW eingefahren hatte. Marc Ratajczak (CDU) verlor sein Landtagsmandat genauso wie sein Parteikollege Harald Giebels (CDU). Freude hingegen bei Manfred Krick (SPD) und Volker Münchow (SPD). Beide gehören dem neuen NRW-Landtag an. Dr. Wilhelm Droste (Ratingen) verlor zwar bei den Erststimmen, schaffte aber über die Landesliste den Sprung in den Landtag. Alle vier Landtagswahlkreise im Kreis gehen an die SPD.

Gab es vor zwei Jahren noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ratajczak und Münchow, so waren diesmal die Abstände erheblich. In Mettmann-Nord hingegen gewann der Mettmanner Ratajczak bei den Erststimmen: Er holte 44,3 Prozent der Stimmen, Münchow 30,7 Prozent. Der "Heimvorteil" spielte hier eine große Rolle.

Abschied als Amtsleiter

Manfred Krick wird seinen Beruf als Chef des Grünflächenamtes in der Stadt Düsseldorf aufgeben und in den Landtag einziehen. Er freut sich auf seine neue Aufgabe und will sich heute von seinen Kollegen in der Landeshauptstadt verabschieden. Der Abstand zu seinem CDU-Kollegen Harald Giebels betrug im Wahlkreis 37 immerhin fünf Prozent bei den Erststimmen. Bei den Zweitstimmen lagen das Ergebnis im Landestrend: 25,8 Prozent für Giebels, 36,4 Prozent für Krick.

Dirk Wedel (FDP) wird Mitglied im Landtag werden. Er holte sein Mandat über die Landesliste; auf Platz 15 war er positioniert. Bei den Zweitstimmen verbuchte Wedel im Wahlkreis 37 immerhin 12,5 Prozent und verbesserte somit das Ergebnis von vor zwei Jahren (8,9 Prozent) deutlich. Die Grünen mit Peter Knitsch verloren 1,5 Prozent bei den Erststimmen und mussten auch bei den Zweitstimmen (11,9 Prozent) gegenüber 2010 (14,2 Prozent) Federn lassen. Die Piraten schafften es auf 7,5 Prozent bei den Erststimmen und 7,4 Prozent bei den Zweitstimmen im Wahlkreis 37. Schaut man in die Stadt Mettmann, so fällt auf, dass es bei den Erststimmen zwischen CDU und SPD sehr knapp gewesen ist (6783 zu 6788). Die FDP legte in der Kreisstadt noch einmal zu und kam auf 14,1 Prozent (10,1 Prozent vor zwei Jahren). In Wülfrath verlor die CDU bei den Erststimmen und landete hinter der SPD auf Platz 2. Die Partei "Die Linke" musste in der Kalkstadt rund die Hälfte ihrer Erststimmen einbüßen und muss mit 2,8 Prozent begnügen.

In Erkrath verlor die CDU, die SPD legte hingehen erheblich zu (29,7 im Jahr 2010 auf 38,4). Die Grünen verloren ebenso wie die FDP. Die Piraten schafften in Erkrath ein gutes Ergebnis: Sie holten 1577 Erststimmen und kamen auf 7,3 Prozent. In Wülfrath votierten 822 (8,1 Prozent) und in Mettmann 1380 Wähler (7,6 Prozent) für die Piraten.

Gewinner, Verlierer und Reaktionen auf den Wahlausgang finden Sie in unserem Wahl-Special.

(RP/ila)