Erkrath Spaß mit dem cleveren SAMS

Düsseldorf · Die Unterfeldmäuse bringen Ende März "Eine Woche voller SAMStage" von Paul Maar auf die Bühne. Das witzige Kindertheater macht auch Erwachsenen Spaß. Masken und Kostüme sind hitverdächtig.

15 Frauen und 6 Männer der Unterfeldmäuse machen Kindertheater in Erkrath. Nach guter Tradition widmet die Laienspielgruppe in diesem Jahr ihre jährliche Theater- Präsentation wieder den Kleinen. "Eine Woche voller SAMStage" heißt das Stück nach dem berühmten Kinderbuch von Paul Maar. Die Kinder kennen das Buch, Erwachsene sollten es kennenlernen. Die brauchen kein Alibi-Kind, um eine der drei Vorstellungen am letzten März-Wochenende in der Erkrather Stadthalle zu mögen. Denn die Unterfeldmäuse präsentieren nicht nur bewunderswerte Schauspielkunst, sondern sie vermitteln positives Lebensgefühl.

Zwischenrufe erwünscht

Erwachsene dürfen sich ruhig mal wieder bewusst machen, dass nicht angepasstes Denken wichtig ist. Vielmehr muss sich jeder Mensch öfter mal etwas Außergewöhnliches zutrauen. Und genau das schafft SAMS (Petra Kriehn), wenn er mit den Menschen kommuniziert. Herrn Taschenbier (Marc-Oliver Teschke) nennt SAMS "Papa". Der ist Buchhalter, sehr genau und überaus angepasst. SAMS verfolgt ihn in seine Untermieter-Bude, in sein Büro, in sein Leben. Herr Taschenbier setzt sich zur Wehr, versteckt den SAMS unter die Bettdecke oder im Wald, um ihn loszuwerden. Aber SAMS ist gewitzt, clever und anhänglich. "Hallo Papa, da bin ich wieder!" sagt er und verändert damit das Leben von Herrn Taschenbier. Er wird ein bisschen "samsiger".

Petra Kriehn und Marc-Oliver Teschke schlüpfen in diese Rollen, das es nur so eine Freude ist. "Kindertheater-Rollen sind besonders anspruchsvoll", sagt Petra Kriehn. Das größte Lob seien staunende Kinderaugen. Auch Zwischenrufe der kleinen Zuschauer ermutigen die Schauspieler. Es sei wichtig, darauf sofort zu reagieren, sagt die SAMS-Frau. Zu ihrem Kostüm gehören nicht nur eine rote Perücke, sondern auch eine Schweinenase. Petra Kriehn wird dafür zur patentverdächtigen Maskenbildnerin, denn schließlich muss die Nase einen ganzen Abend halten – mit Purzelbäumen und Kletterübungen.

Aber diese zwei Schauspieler sind nicht allein auf der Bühne. Jeder der 21 Schauspieler von "Eine Woche voller SAMStage" – von Frau Rotkohl bis zum Straßenkehrer – sind wunderbare Charaktere. Sogar Regisseur Manfred H. Teitge hat eine kleine Nebenrolle. Ein Jahr dauern die Vorbereitungen für die Neuinszenierungen. Wenn ein Projekt erfolgreich abgeschlossen ist, denken die ideenreichen Laienspiel-Vereinsmitglieder schon wieder an das neue Stück. Das wird nach demokratischer Absprache ausgewählt. Nach 29 Jahren Unterfeldmäuse hat man Erfahrung. Drei und manchmal vier Generationen sind inzwischen beteiligt.

(RP)
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