Mettmann: Sozialticket: Kreis nein, Hilden, Monheim ja

Mettmann : Sozialticket: Kreis nein, Hilden, Monheim ja

Ein Sozialticket in allen Städten des Kreises Mettmann wird es nicht geben. Der Mettmanner Kreistag lehnte die Teilnahme an einem bis Ende 2012 befristeten Pilotprojekt von Landesregierung und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr in seiner Sitzung am Donnerstagabend ab. Gegen die Einführung stimmten CDU, FDP und UWG-ME. SDP, Grüne und Linke wollten das Ticket dagegen einführen. Damit wird es das Ticket voraussichtlich nur in Hilden und Monheim geben, in allen anderen Städten nicht.

Der Kreis hatte über die Einführung des Sozialtickets in sieben der zehn kreisangehörigen Städte zu entscheiden: Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Langenfeld, Mettmann, Ratingen und Wülfrath. Für diese Städte besorgt der Kreis den Verkehr mit Bahn und Bus. Hilden, Monheim und Velbert haben eigene Verkehrsgesellschaften und entscheiden damit selbst über die Einführung des Sozialtickets. Hilden und Monheim befürworten es, Velbert lehnt es ab.

Die Kreisverwaltung hatte die anderen sieben Städte, deren Öffentlichen Personen-Nahverkehr er verantwortet, nach ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis: Erkrath und Mettmann befürworten das Billigticket für Sozialhilfeempfänger, Wülfrath und die anderen sagen nein. Der Kreistag folgte mit seiner Entscheidung dem Mehrheitsvotum. Er hätte das Ticket aber auch gegen den Willen der Städte einführen können – oder eben nicht. Auch städteweise wäre eine Einführung möglich gewesen.

Das Ticket soll im VRR zum 1. November starten. Es kostet 29,90 Euro pro Monat und gilt für die Preisstufe A, also in der Regel für ein Stadtgebiet – im Kreis Mettmann folglich für Hilden und Monheim.

(RP)
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