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Sonnenstrom für Rathaus und Bergische Diakonie in Wülfrath

Klima schützen und Energiekosten sparen : Sonnenstrom für Rathaus und Bergische Diakonie

Auf beiden Dächern werden in den nächsten Wochen Photovoltaikanlagen installiert. Es werden laut Stadtwerke mit die größten in Wülfrath sein.

Das Gerüst am Haus Luise von der Heyden steht schon. Am Rathaus ist noch nichts zu sehen, doch auch hier wird es bald losgehen: Auf beiden Dächern werden in den nächsten Wochen Photovoltaikanlagen installiert. „Es werden mit die größten Anlagen in Wülfrath sein“, sagt Heiko Schell, Geschäftsführer der Stadtwerke Wülfrath, die beide Anlagen aufbringen wird.

Partner sind die Stadt und die Bergische Diakonie. Auch wenn beide Anlagen vor allem den Eigenverbrauch optimieren sollen, liegen ihnen zwei völlig unterschiedliche Konzepte zugrunde. „Die Stadt wird die Anlage kaufen“, sagt Schell, „die Diakonie wird sie pachten.“ Die Stadt hatte nach dem Ratsbeschluss das Photovoltaik-Projekt ausgeschrieben und sich für das Angebot der Stadtwerke entschieden. Auf die Bergische Diakonie gingen die Stadtwerke zu. „Wir haben uns Wülfrath von oben angesehen und geschaut, wo es attraktive Flächen gibt“, erläutert Schell. Da die Bergische Diakonie für ein so langfristiges Projekt – Vertragslaufzeit sind 20 Jahre – einen verlässlichen Partner suchte, nahm sie das Angebot der Stadtwerke an. Beide Anlagen werden über eine Leistung knapp unter 100 KWp verfügen. Damit wird die Bergische Diakonie rund 56 Prozent ihres Jahresdurchschnittsverbrauchs abdecken können. Beim Rathaus werden es rund 40 Prozent werden.

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Zwischen 100.000 und 120.000 Euro kosten die Anlagen jeweils. Eine Investition in die Zukunft. „Ich gehe davon aus, dass die Amortisationszeit bei der Stadt unter zehn Jahren liegt“, sagt Bürgermeister Rainer Ritsche. Vor allem der ständig steigende Strompreis verringert die ursprünglich auf 20 Jahre veranschlagte Amortisationszeit beträchtlich. Die Bergische Diakonie profitiert bereits ab Inbetriebnahme der Anlage. Gespeichert wird die Energie hier nicht. „Wir haben eine Küche, die kontinuierlich von morgens bis abends Strom braucht, viel Strom“, erklärt Gerhard Schönberg, Vorstand der Bergischen Diakonie. So wird die Sonnenenergie direkt wieder verbraucht. In Betrieb gehen sollen die beiden Anlagen in der zweiten Märzhälfte. Stadt und Diakonie möchten die Grünstromerzeugung weiter ausbauen. So plant die Diakonie eine 400-KWp-Anlage in Oberdüssel. „Wir prüfen das gerade“, saht Heiko Schell. Die Stadt Wülfrath plant Photovoltaikanlagen für weitere städtische Gebäude. „Allerdings müssen wir bei den infrage kommenden Gebäuden noch Vorarbeiten leisten“, so der Bürgermeister.

Die Grundschule Ellenbeek wäre ein Grünstrom-Kandidat, allerdings muss erst das Dach saniert werden. Auch die E-Mobilität möchte die Stadt Wülfrath ausbauen. So sollen Dienstfahrzeuge angeschafft werden, die künftig Sonnenenergie vom Rathausdach tanken können.