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Situation auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann: Kein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit

Situation auf dem Arbeitsmarkt : Kein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Kreis

1409 Mettmanner sind derzeit arbeitslos gemeldet, in Erkrath sind es 1810 Menschen und in Wülfrath 734 Personen. Im Kreis Mettmann bleibt die Arbeitslosenquote wie im Juli auf aktuell 7,3 Prozent.

Die Corona-Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann sind erheblich; gleichwohl zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung. „Anders als im August üblich, ist die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr sogar leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bleibt auf dem Niveau von Juli. Auch wenn wir von normalen Zeiten noch weit entfernt sind“, erklärt Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. „Mehr Menschen haben einen neuen Job gefunden und weniger Menschen meldeten sich arbeitslos, nachdem sie ihre Arbeit verloren haben. Die Arbeitslosigkeit liegt damit weiterhin niedriger als während der Finanzkrise im Jahr 2009.“

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Mettmann im August leicht gesunken. Insgesamt waren 19.124 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Julis sind dies 51 Personen oder 0,3 Prozent weniger. Im Vergleich zum August des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 3716 Personen bzw. 24,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote bleibt wie im Juli auf aktuell 7,3 Prozent, vor einem Jahr lag sie im Kreis Mettmann bei 5,9 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen liegt in Mettmann derzeit bei 1409 Betroffenen, 17 mehr als im Juli und 293 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Kreisstadt bleibt wie im Juli bei aktuell 6,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese noch 5,5 Prozent.

In Erkrath sind aktuell 1810 Menschen arbeitslos, 19 weniger als im Juli, aber 227 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt von 8,1 Prozent im Juli auf aktuell 8 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie in Erkrath noch 7,1 Prozent.

 In Wülfrath sind derzeit 734 Menschen arbeitslos, 13 mehr als im Juli und 175 mehr als vor einem Jahr.

Auch wenn der Arbeitsmarkt schwer von den Auswirkungen der Pandemie betroffen ist, bewegt sich nach Tymisters Worten noch einiges. So meldeten sich im Kreis im August 2579 Personen neu oder erneut arbeitslos, 88 weniger als im Juli. Gleichzeitig beendeten 2626 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 478 mehr als im Juli. Arbeitgeber im Kreis Mettmann haben in diesem Monat 614 Stellen gemeldet. Im Bestand befanden sich insgesamt 2591 offene Stellen, 112 mehr als im Juli.

Die Statistik der hochgerechneten Zahlen zur realisierten Kurzarbeit liegt nun für April 2020 vor. Demnach haben im Kreis Mettmann im April 34.359 Personen in 3719 Betrieben Kurzarbeitergeld bezogen. Bis Ende April hatten 4486 Betriebe für 65.203 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. „Im April haben rund 29 Prozent aller Unternehmen für etwa 18 Prozent aller Beschäftigten im Kreis Mettmann die Kurzarbeit in Anspruch genommen. Es ist eine gute Nachricht, dass damit im April nur gut die Hälfte der Beschäftigten, für die Kurzarbeit vorsorglich angezeigt wurde, auch tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren“, erklärt Karl Tymister.

Die endgültige Statistik, wie viele Beschäftigte tatsächlich kurzarbeiten, liegt erst nach Ablauf von sechs Monaten vor.