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Mettmann: Sieben Ausweichbuchten machen den Erkrather Weg jetzt sicherer

Mettmann : Sieben Ausweichbuchten machen den Erkrather Weg jetzt sicherer

Kalksteinwerk Neandertal legt neue Betriebsstraße an. Die alte Werkzufahrt über die Eidamshauser Straße musste nach Hangrutsch gesperrt werden.

Nach dem Hangrutsch im Steinbruch Neandertal am 16. Mai musste Geschäftsführer Willi Schaefer Alternativlösungen für eine neue Zufahrt zum Werk finden. Der alte Weg über die Eidamshauser Straße konnte wegen des Erdrutsches nicht mehr genutzt werden. Lastwagen fahren jetzt über die Talstraße den Berg hinauf zum Kalksteinwerk. Größere Betriebsfahrzeuge, die mit Sattelschlepper in das Werksgelände gebracht oder abgeholt werden, können in zwei Wochen über eine neue Betriebsstraße, die vom Erkrather Weg abgeht, fahren. Willi Schaefer lässt derzeit diese neue Betriebsstraße bauen. Diesen Weg zum Werk befahren demnächst auch große Containerfahrzeuge, die über 3,50 Meter hoch sind. Denn durch die Regiobahnbrücke können nur "normale" Lastwagen das Werksgelände von der Talstraße aus ansteuern. "Wir gehen von täglich sechs bis sieben Lastwagen aus, die über den Erkrather Weg fahren", sagt Schaefer. Er hat in Abstimmung mit dem Kreis und der Stadt Mettmann sieben Ausweichbuchten am Erkrather Weg errichten lassen. "Davon profitiert nicht nur unser Werksverkehr, sondern auch der normale Autofahrer", sagt Schaefer. Denn der Erkrather Weg ist eine sehr schmale Straße. Im normalen Begegnungsverkehr (ohne Lastwagen) ist es schon eng. Die Ausweichbuchten entschärfen die Situation. Der Radweg entlang des Erkrather Weges bleibt erhalten.

Ob die alte Zufahrt zum Werk über die Eidamshauser Straße wieder geöffnet werden kann, hängt noch von Boden-Untersuchungen ab. Seit dem Hangrutsch ist nichts mehr passiert, sagt Schaefer, also kein weiterer Abgang. Um ganz sicher zu gehen, dass der Hang nicht weiter rutscht, werden zudem Bohrungen vorgenommen, die bis in 80 Meter Tiefe gehen. 40000 Tonnen Bodenaushub sind bis jetzt zur Sicherung des Hanges eingebracht worden. Das Material kommt von den Kalkwerken Oetelshofen.

(RP)