Mettmann: Senioren kritisieren Barrieren in der Stadt

Mettmann: Senioren kritisieren Barrieren in der Stadt

Die Verkehrssicherheit im Alter stand bei einer von der Awo organisierten Stadtbegehung im Quartier Mettmann-Mitte im Vordergrund. "Wir wollen erkunden, wo es Gefahrenpunkte gibt, die es älteren und behinderten Menschen erschweren, sich mit dem Rollator, Rollstuhl oder dem Fahrrad sicher zu bewegen", nannte Walter Hill, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Awo-Treffs, die Zielsetzung.

"Wir haben unter anderem die Stadtverwaltung, ME-Impulse und die Mettmanner Behindertenbeauftragte in dieses Projekt eingebunden", ergänzte Awo-Leiter Hans Duncker. Mitbürger, darunter Hans Stauff vom Behindertensportverein, nahmen an der Stadtbegehung teil. Es wurden Gefahrpunkte unter die Lupe genommen. Rollstuhlfahrer Hans Stauff berichtete über seine selbst gemachten Erfahrungen und nannte Verbesserungsvorschläge. Insbesondere die Höhe einiger Bürgersteige bedeuten für die Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen eine große Barriere.

Dem stimmte Stephan Kopp von der Stadtverwaltung grundsätzlich zu. "Ich möchte aber darauf verweisen, dass wir bei Neu- oder Umbauten darauf achten, dass gewisse Höhenbegrenzungen nicht überschritten werden." Dies unterstrich er, als die Neubebauung der Ecke Talstraße/Breite Straße von der Begehungskommission begutachtet wurde. "Hier haben die Rollstuhlfahrer kein Problem, die Straße zu überqueren, weil gewisse Normen eingehalten wurden", so Kopp. Er gab aber auf Nachfrage zu, dass es im Innenstadtbereich auch Bereiche gebe, bei der Hindernisse für die älteren und behinderten Menschen vorliegen.

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Walter Hill: "Wir werden eine Dokumentation erstellen und sie als Grundlage für Umbauten sehen." Einig waren sich die Teilnehmer, dass es weiterhin Probleme mit dem Zugang von Geschäftslokalen gebe. Obwohl dieses Thema schon länger bekannt sei, sind immer noch Barrieren vor dem Betreten einiger Läden vorhanden.

Vorbildlich sei hingegen die Rampe vor dem Geschäft Bovensiepen in der Freiheitstraße.

(klm)
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