Schuhmacher in Mettmann „Monchis“ besohlt im neuen Laden

METTMANN · Inhaberin Hanim Köhr freut sich über den Umzug aus einer dunklen Verkaufswerkstatt in größere und hellere Räume. Stammkunden hielten während Corona die Treue.

 Hat die Sache mit dem Absatz von der Pike auf gelernt: Hanim Kör, Inhaberin von „Monchis Schuhreparaturen“.

Hat die Sache mit dem Absatz von der Pike auf gelernt: Hanim Kör, Inhaberin von „Monchis Schuhreparaturen“.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Hanim Kör, Inhaberin des Geschäftes „Monchis“ für Schuhreparatur und Schlüsseldienst, strahlt. „Pünktlich zum 1. Juni hat es mit dem Umzug innerhalb der ehemaligen Herti Passage an der Talstraße geklappt.“ Vorher waren hier eine Apotheke und ein Kosmetikgeschäft. Jetzt macht es Kör richtig Spaß, hier zu arbeiten und die Kunden zu empfangen.

Dass sie sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlt kann jeder nachvollziehen, der früher in ihrer im letzten Zipfel des Erdgeschosses gelegenen kleinen, dunklen Verkaufswerkstatt war. „Jetzt kann ich direkt auf den Eingang Talstraße der leider ansonsten leer stehenden Passage schauen“, schwärmt die Schuhmacherin, die seit elf Jahren das „Monchis“ betreibt. „Hier habe ich richtig Platz, um meinen Maschinenpark aufzustellen“, ist sie mit dem geräumigen neuen Standort rundum zufrieden. Neben dem Schnelldienst von Schuhreparaturen und dem Schlüsseldienst bietet sie unter anderem auch Gravuren und die Reparatur von Ledersachen, Taschen, Gürtel und Koffern an. Sie hat vor, in dem erweiterten Ladenlokal zusätzliche Geschäftsfelder zu betreiben.

Das Kerngeschäft soll aber die Reparatur von Schuhen bleiben. „Ich bin mit Leib und Seele Schuhmacherin. Glück hatte ich, dass ich damals bei einem erfahrenen Schuster dieses schöne Handwerk von der Pike auf beigebracht bekam“, ist Hanim Kör ihrem Lehrmeister heute noch sehr dankbar. Aufgrund ihrer guten beruflichen Kenntnisse hatte sie damals nach ihrem Umzug von Köln nach Mettmann kaum Problem, sich selbständig zu machen und einen festen Kundenstamm aufzubauen. Die charmante 42-Jährige ist ihren Stammkunden dankbar, dass sie auch in der schweren Zeit der Corona-Pandemie ihr die Stange gehalten haben. „Die letzten 15 Monate waren nicht einfach. Ich musste zusätzlich Nebenjobs annehmen, um wirtschaftlich klar zu kommen“, verrät Hanim Kör.

Sie ist auch dem Vermieter des Ladens dankbar, dass er ihr in der schwierigen Zeit des Umsatz-und Ertragsrückgangs entgegengekommen sei. Jetzt hofft sie, dass sich die Pandemie auf niedrigem Niveau stabilisiert und sie wieder regelmäßig Kunden in ihrer neuen, großzügig eingerichteten Ladenwerkstatt begrüßen kann. Auf die Schuhreparaturen freut sie sich besonders. „Man muss den Schuh in die Hand nehmen und das Material erfühlen. Erst danach weiß man, welcher Kleber infrage kommt.“

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