Mettmann: Schützen helfen armen Kindern

Mettmann : Schützen helfen armen Kindern

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1435 Mettmann feiert in diesem Jahr das 575. Bestehen. Bei der traditionellen Hutsammlung werden 800 Euro für bedürftige Familien in Mettmann gesammelt.

Angeführt vom Tambour-Corps und begleitet vom Offizierscorps und den Abordnungen der Kompanien zogen die Majestäten beim Titularfest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft in den Saal des Best-Western-Hotels ein. Zuvor hatte das Königspaar Rolf und Heike Glauer zu einem Empfang geladen. "Das Königsjahr hat uns bisher große Freude gemacht. Wir wurden von allen Kompanien, aber insbesondere von unserem Tambourcorps, toll unterstützt", betonte Rolf Glauer. "Besonders glücklich sind wir darüber, dass wir im Jahr des 575-jährigen Bestehens der Bruderschaft als Majestäten fungieren dürfen."

Gottesdienst und Friedensdienst

Bei seiner Begrüßung ging 1. Brudermeister Uwe Büssers auf die Tradition des Schützenwesens ein und erklärte, dass Schützendienst Gottesdienst, Friedensdienst und Heimatdienst sei. Präses Pfarrer Markus Bosbach setzte sich intensiv mit der Bedeutung des Wortes Jubiläum und den Jubeljahren der Kirche auseinander. Danach verwies er auf die Wichtigkeit der Leitlinien der Bruderschaft Glaube, Sitte, Heimat. Er drückte seine Hoffnung darüber aus, dass die Bruderschaft junge Leute findet, die sich für das Schützenwesen begeistern lassen. Dann dürfte es kein Problem sein, dass in 25 Jahren das 600-Jährige gefeiert werden könne. "Vielleicht bin ich dann immer noch Präses. Aber wer weiß, was bis dahin alles passieren kann", bemerkte er schmunzelnd. Pfarrer Bertold Stark überbrachte die Glückwünsche der evangelischen Gemeinde. Er betonte, dass es für ihn wichtig sei, dass die Mitglieder der Bruderschaft auch in Zukunft in bewährter ökumenischer Offenheit das Brauchtum pflegen. Bürgermeister Bernd Günther versicherte, dass er sich wie sein Vorgänger für die Innenstadtkirmes einsetzen werde. Er lobte das große Engagement der Schützen für soziale Zwecke: "Die Bruderschaft kümmert sich auch um diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen", sagte Bernd Günther. Die Hutsammlung sei nur ein Beispiel des sozialen Einsatzes. Auch beim diesjährigen Titularfest gab es eine Hutsammlung. Sie erbrachte 800 Euro und soll für die 800 Kinder in Mettmann verwendet werden, die unter der Armutsgrenze leben.

Cornelia Lanzmich geehrt

Für ihren großen Einsatz während der Zeit, als die Bruderschaft ohne Führungsspitze dastand, erhielt die Geschäftsführerin Cornelia Lanzmich vom 1. Brudermeister das Silberne Verdienstkreuz der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Der ehemalige Präses Monsignore Pfarrer Winfried Motter wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

(RP)