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Wülfrath: Schüler zeigen Kreativität

Wülfrath : Schüler zeigen Kreativität

Das Gymnasium lädt zur Ausstellung der Werke des Samstagsateliers. Die Schüler stellen Ideenreichtum, Fantasie, Begabung, Experimentierfreudigkeit unter Beweis.

Das Samstagsatelier des Wülfrather Gymnasium veranstaltete seine erste Vernissage. Ein Jahr lang hatten 60 bis 80 begabte Schüler intensiv künstlerisch gearbeitet — an neun Wochenenden, freiwillig, jeweils acht Stunden. In dem vom Land unterstützten Förderprojekt wurden sie in Gruppen von Künstlern und Kunsterziehern an künstlerische Techniken herangeführt, experimentierten mit Farben, Zeichen- und Kalligrafie-Technik, formten verschiedenste Materialien, machten ihre erste Erfahrungen mit inszenierter Fotografie und Video.

Jetzt gaben sie einen Einblick in das vielfältige ambitionierte Schaffen. In der Mensa wurde die Ausstellung eröffnet. Die Arbeiten sind über die Flure im Haus verteilt. "Viele der gelungensten Arbeiten hatten Schwierigkeiten, den Weg zurück in die Schule zu finden", räumt Kunsterzieher Erik Schmittmann lächelnd ein. Die jugendlichen Künstler mochten sich nicht mehr davon trennen oder hatten sie zum Geschenk gemacht. In einer Diashow konnten sie von den Vernissage-Besuchern bewundert werden. Schmittmann hatte bei den Samstagsateliers auch unterschiedliche Arbeitsprozesse festgehalten.

Mode aus Zeitungen

Da wurde aus Zeitungen Mode kreiert, ein anderes Mal Figuren für einen Trickfilm geformt oder mit Gips gearbeitet. "Eine Riesensauerei. Aber man kann sich auch mal leisten, dass etwas nicht gleich funktioniert", sagte er. Die Exponate von Schülern aller Altersstufen spiegeln in schönster Vielfalt Ideenreichtum, Fantasie, Begabung, Experimentierfreudigkeit wider. Von Awesta Rogh stammt das teuflische Porträt, "Malefiz". Jason Benson nennt eine angeknackste Freiheitsstatue vor feuerrotem Hintergrund, "Gebrochene Freiheit". Bei inszenierten Fotos begaben sich Akteure in ausgefallene Rollen. Arbeiten von Maria Safenreiter (18) wie "Hitler-Stalin-Pakt", "Audrey", "The Royal Tenenbaums" bestechen durch gekonnte Strichführung.

"Sie muss unbedingt weiter machen", sagte Kunsterzieherin Angela Köhler. Maria zieht nach dem Abi ein Kunststudium in Betracht. Durch das Landesprogramm, "Kultur und Schule" konnten die auswärtigen Künstler Sandra Voets und Niels Hübner an die Schule geholt und finanziert werden. Einen Beitrag leistete auch die Stadt.

Voets ging mit viel Erfahrung auf die individuellen Vorhaben der Schüler ein. Kunststudent Hübner gab seine Begeisterung für die Kunst weiter. Schmittmann lobte zudem Arbeitsatmosphäre und Gemeinschaftsgefühl. "Das Projekt ist wert, dass es weiter geht", resümierte stellvertretender Schulleiter Jürgen Blum. Für den musikalischen Rahmen bei der Vernissage sorgten Alina Burghardt, Tobias Cremer und Sven Pahnke.

(RP)