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Wülfrath: Schüler und Polizisten spielen Coldplay

Wülfrath : Schüler und Polizisten spielen Coldplay

Das Landespolizeiorchester geht neue Wege, und zwar seit einem Jahr, seit es bei seinem Benefizorchester zum ersten Mal die jungen Musiker des Gymnasiums Wülfrath einbezog.

Das Zusammenspiel hat den Profis und den Schülern offenbar so gut gefallen, dass es am 9. Oktober wiederholt wird. Für das Benefizkonzert zugunsten des Deutschen Volksbundes der Kriegsgräberfürsorge sowie lokaler sozialer Zwecke hat Dirigent Scott Lawton diesmal zwischen Swing, Musical und Barock Coldplay und Robbie Williams eingebaut. "Da können die Kids doch gut mitspielen", sagte er mit Blick auf Anette Jensen, Musiklehrerin am Gymnasium. Die hatte aber zur Pressekonferenz im Rathaus noch Notenblätter für selbst gewählte Songs mitgebracht: Skyfall, Ghostbusters, Herr der Ringe und Nothing Else Matters von Metallica.

Ob nun die intensiven Workshops an zwei Vormittagen reichen, das Zusammenspiel für den Auftritt vor 450 Leuten vorzubereiten, ließ Scott Lawton offen. Denn mehr Probearbeit ist vor dem Auftritt im Paul-Ludowigs-Haus nicht vorgesehen.

Scott Lawton auf jeden Fall ist sehr glücklich über die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium. "In der Schule wird leider Musik immer kleiner gefahren. Und das ist sehr traurig", sagt er, "denn man hört Musik ganz anders, wenn man selbst welche macht." "Wer gemeinsam musiziert, macht auch keinen Unsinn, der das Einschreiten der Polizei erfordert", fügte der Musiker in Polizei-Uniform an.

Jürgen Jülich vom Lions-Club Mettmann-Wülfrath, der Veranstalter des Konzerts ist, erklärte: "Dieser Versuch ist fortführungswürdig. Ich freue mich, dass wir sowohl ein junges Publikum als auch die Eltern der Schüler ansprechen."

Dennoch: Den überwiegenden Teil des zweimal eine Dreiviertelstunde langen Konzerts werden die Profis des Landespolizeiorchesters bestreiten. Zu hören sein wird ein breites Repertoire, das außer Popmusik Glenn Miller (In the Mood), die Wassermusik von Händel und die Festive Overtüre von Schostakowitsch sowie Musik aus Les Misérables, Phantom der Oper und König der Löwen bietet.

Karten gibt es ab sofort im Bürgerbüro oder in der Medien Welt. Sie können auch bei der Stadtverwaltung Wülfrath für die Abendkasse am 9. Oktober reserviert werden. Sie kosten zehn Euro und ermäßigt acht Euro.

(RP)