Mettmann: Schneematsch: Schule nur mit Pantoffeln

Mettmann : Schneematsch: Schule nur mit Pantoffeln

Kindergärten und Grundschulen stellen sich auf das Winterwetter ein. Räume und Flure müssen öfter gewischt werden.

Schnee und Matsch haben gestern Morgen nicht nur die Straßen im Kreis ins Winterchaos gestürzt. Schulen und Kindergärten hatten alle Hände voll zu tun, damit der Unterricht und der Kiga-Alltag klappen. "Nachdem am Morgen die Kinder alle von den Eltern gebracht worden waren, haben wir das erste Mal den ganzen Boden gewischt", erzählt Ulrike Holst, Leiterin der Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" in Wülfrath. Viel Matsch und Wasser sammelte sich durch fröhlich hereinstürmende Kinder im Flur. Und es war nicht das letzte Wischen an diesem Tag.

Da steige natürlich der Wäscheverbrauch: Hosen, Unterwäsche, Pullis und Jacken werden schnell nass. Viele Eltern müssen an solchen Tagen Ersatzkleidung mitgeben. Trotzdem: Auch bei Schnee und Matsch kommen die Kinder genauso lange an die frische Luft wie sonst. "Die wollen ja spielen, das genießen, wenn es schon mal schneit", sagt Angelika Oster, Leiterin der Kita an der Wilhelmstraße in Wülfrath.

Für die Kinder an den Grundschulen in Mettmann und Erkrath gab es gestern kaum schneebedingte Einschränkungen. An der Grundschule Am Neandertal in Mettmann wurde der Schulhof bereits vor Schulbeginn vom Schnee befreit. Die Schüler konnten also uneingeschränkt auf dem Schulhof spielen. Keine Flocke störte. Nur Schneballschlachten waren verboten, darauf wurde mittels Lautsprecherdurchsage hingewiesen. Im Gebäude gab's nur wenig Probleme mit Schneematsch oder Wasser.

In der Grundschule Herrenhauser Straße schützte man sich gegen die Nässe mit ganz speziellen Mitteln. Alle Kinder tragen hier Hausschuhe. Nur wer solche Pantoffel am Eingang der Schule anzieht, kann reinkommen. So vermeidet man hier sehr erfolgreich matschige oder regennasse Flure und Klassenräume.

An den Erkrather Grundschulen sind die Schulhöfe dagegen nur teilweise geräumt worden. An der Grundschule Sandheide wurden die Gänge und Flure durch den Schneematsch so richtig schmutzig und nass, denn die Kinder durften hier ihre Schuhe anbehalten. Auf dem Schulhof wurden nur die Wege freigeräumt, der gesamte Hof sei dafür schlichtweg zu groß, sagte Schulleiterin Susanne Adomeit.

An der Grundschule Willbeck hat man noch ein ganz anderes Problem. Die Straßen zur Schule werden bei Wintereinbrüchen nicht wie Hauptstraßen sofort geräumt. Sie sind immer erst nach einigen Tagen an der Reihe. "Das ist dann besonders für die Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen wollen, ungünstig", sagt Schulleiterin Barbara Arts. Der Schulweg wird da deutlich beschwerlicher. Der Schulhof wurde gestern auch hier nur teilweise geräumt, allerdings sei der meiste Schnee ohnehin bald wieder weggeschmolzen, sagte Arts. Zum Glück sind Teile des Schulhofes überdacht.

Die Schüler dürfen auch in Willbeck mit den Straßenschuhen ins Gebäude, die Böden werden dadurch ebenfalls sehr schmutzig und nass. Die Folge auch hier: Die Reinigungsdienste kommen in solchen Tagen mit dem Wischmopp kaum noch nach.

(RP/rl)