Kreis Mettmann: Schneefall bremst Berufspendler aus

Kreis Mettmann: Schneefall bremst Berufspendler aus

Die weiße Pracht sorgte gestern für Chaos auf den Straßen. Die Busse der Rheinbahn konnten zeitweise nicht fahren.

Es ist nicht so, dass die Mitarbeiter im Winterdienst nicht auf die Witterung vorbereitet gewesen wären. "Nur der Zeitpunkt, zu dem der Schneefall einsetzte, war eben sehr ungünstig", sagte Ulrich Hanke, Leiter des Zentralen Bauhofs in Hilden. Dessen Fahrzeuge waren bereits in den frühen Morgenstunden auf den Straßen unterwegs, um vorsorglich zu streuen. "Nur prophylaktisch Schnee räumen können wir eben nicht", betonte Hanke. Denn die Flocken fielen unmittelbar vor dem einsetzenden Berufsverkehr vom Himmel. "Wir haben alles aufgeboten, was möglich war", sagte Hanke. Sechs statt der sonst üblichen fünf Räumwagen machten sich daran, Straßen der Priorität eins auf einer Länge von 110 Kilometern vom Schnee zu befreien. Doch weil bereits viele Hildener in ihren Autos auf dem Weg zur Arbeit waren, verzögerte sich auch der Winterdienst.

Wenig überraschend vermeldete die Kreispolizeibehörde im Kreis Mettmann auch ein vermehrtes Aufkommen von glättebedingten Unfällen. Allerdings blieb es bei Blechschäden, wie ein Sprecher der Polizei erklärte. Auch Verkehrsbehinderungen durch querstehende Lastwagen habe es gegeben. Letztlich habe sich die Lage aber nach zwei bis drei Stunden im Verlauf des Vormittags normalisiert, hieß es von Seiten der Behörde.

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Pech hatte auch, wer gestern Morgen auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen war: Gegen 7.30 Uhr blieben die Busse der Rheinbahn im gesamten Kreis Mettmann auf den Betriebshöfen. Erst rund eine Stunde später hatte sich die Lage entspannt. Aber auch danach kam es durch die Wetterkapriolen und dem durcheinander geratenen Fahrplan zu Verspätungen. Reibungslos lief auch der Bahnverkehr nicht ab: Auf der Linie S1 zwischen Dortmund und Solingen verzeichnete die Bahn AG am Morgen einen Ausfall und mehrere Verspätungen. Die gingen allerdings nicht auf die Witterung, sondern auf eine Signalstörung zurück. Ein Sprecher der Regiobahn Mettmann, Linie S28, sagte der RP, dass es auf der insgesamt 34 Kilometer langen Bahntrasse am Donnerstagmorgen zu keinerlei außergewöhnlichen Verspätungen gekommen sei. "Wenn überhaupt, waren wir mal zwei, drei Minuten hinter unseren fahrplanmäßig vorgesehenen Zeiten."

Nach Auskunft des Bauhofs Mettmann hatte es gestern früh gegen 4 Uhr morgens angefangen zu schneien. Es "wurde sofort die Bereitschaft alarmiert und mit dem Winterdienst begonnen. Die Streufahrzeuge fuhren die festgelegten Streubezirke ab." Bis auf den Rückstau auf den umliegenden Landstraßen und Autobahnen seien die Straßen in der Stadt Mettmann aber normal befahrbar gewesen. Das sehen nicht alle Bürger so.

(RP)
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