Erkrath: Schmucke Ausstellung

Erkrath: Schmucke Ausstellung

In der Reihe "Tatorte – offene Ateliers im Neanderland" zeigen Mitglieder der Gruppe Neanderart ihre Werke. Besucher im Lokschuppen können Schmuck gestalten und Bilder betrachten.

Wenn sich eine Frau Ketten oder Ohrringe kauft, sollten diese möglichst zum Typ und zur Kleidung passen. Im besten Fall ist keine andere im Besitz dieses Schmucks. Und im Endeffekt trägt jede zweite Frau das für einmalig gehaltene, geliebte Schmuckstück. Dieses Ärgernis kann den Kundinnen und Kunden von Karin Grunwald nicht widerfahren.

Ihre Schmuckstücke sind einzigartig. Ihre selbst angefertigten Unikate stellte sie am Sonntag anlässlich des Projekts "Tatorte – offene Ateliers im Neanderland" von 11 bis 17 Uhr im Lokschuppen aus. "Mit dem von mir angefertigtem Schmuck möchte ich die Individualität der jeweiligen Frau betonen", sagt Grunwald. In erster Linie möchte sie ihre Kundinnen dazu bringen, sich etwas zu trauen. Sie möchte sie anspornen, ihre Persönlichkeiten nach außen zu tragen. "Es geht mir nicht ums Geld, es geht mir darum, dass die Frau und meine Ketten Eins werden", sagt sie. Beim Museumstag im Lokschuppen hatten Besucherinnen und Besucher dann auch Gelegenheit dazu, zusammen mit der Künstlerin ein persönliches Schmuckstück anzufertigen. Besonders den jungen Mädchen hat das viel Spaß gemacht.

Fotorealistische Kunstwerke

Wer daran allerdings keinen Spaß hatte, dem bot sich die Möglichkeit, neben der Dauerausstellung im Lokschuppen die fotorealistischen Kunstwerke von Iwona Sdunek und die Acrylbilder von Katy Schnee in Augenschein zu nehmen. Die drei Künstlerinnen stellten somit komplett unterschiedlichen Kunstwerke aus. Doch eines verbindet sie: "Karin entwirft Schmuck passend zur Frau, ich male Bilder passend zu den Wohnungen meiner Kunden", sagt Schnee. Ihre surrealen Acrylbilder finden bei vielen Gefallen. Derzeit stellt sie bei vier verschiedenen Ausstellungen aus.

"Da bleibt kaum noch Zeit zu Malen", lacht sie. Die drei Künstlerinnen sind alle Mitglieder der freien Künstlergruppe Neanderart. Kennen gelernt haben sie sich aber auf den Vernissagen der jeweils anderen. "Ich habe mich sofort in den Schmuck von Karin Grunwald verliebt", sagt Schnee. Grunwald arbeitet mit den unterschiedlichsten Perlen, meist fädelt sie noch etwas ganz besonderes in die Ketten mit ein. So kann es vorkommen, dass einem ein bunter Gekko, eine große Spinne oder eine dicke Hummel am Hals hängt.

Die Qualität ist hervorragend, die Preise erschwinglich. "Ich kaufe die Materialien zu Niedrigpreisen, spare aber nicht an der Qualität", sagt Grunwald. So erhalten die Kundinnen guten Schmuck zu angemessenen Preisen (Ketten kosten zwischen 13 und 33 Euro). Ziemlich einfach, der Weg zum Unikat am Hals.

(RP)
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