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Erkrath: S 68 bleibt Sorgenkind

Erkrath : S 68 bleibt Sorgenkind

Die S 68 in Erkrath ist im VRR-Qualitätsbericht unter den Spitzenreitern bei Verspätungen und Ausfällen. Der Kreis Mettmann und der Verkehrsverbund fordern Besserung von der DB Regio. Die Regiobahn schneidet gut ab.

Die Züge der Deutschen Bahn im Kreis Mettmann kommen pünktlicher und fallen seltener aus. Der Zustand der Stationen hat sich verbessert. Zu diesem Fazit kommt der Qualitäts- und Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, den der Fachausschuss des Mettmanner Kreistages für den öffentlichen Personen-Nahverkehr gestern zur Kenntnis nahm. Die Mettmanner Regiobahn erhielt durchweg bessere Werte in der Beurteilung als die Deutsche Bahn.

 Bürgermeister Arno Werner und Joachim Korn (r.) von der Regiobahn begrüßen die ersten Rollstuhlfahrer Hans Stauff (l.) und Wolfgang Leipnitz sowie deren Begleiterin Inge Stauff auf der neuen Rampe zum Regio-Bahnhof Erkrath-Nord.
Bürgermeister Arno Werner und Joachim Korn (r.) von der Regiobahn begrüßen die ersten Rollstuhlfahrer Hans Stauff (l.) und Wolfgang Leipnitz sowie deren Begleiterin Inge Stauff auf der neuen Rampe zum Regio-Bahnhof Erkrath-Nord. Foto: Dietrich Janicki

Um den Fahrgästen ein höheres Gefül der Sicherheit zu geben, will der VRR künftig ab 18 Uhr in allen Zügen Sicherheitspersonal in Zweier-Teams patrouillieren lassen. Das Erscheinungsbild der Stationen wird insgesamt als akzeptabel angesehen. Nur Ratingen-Ost (S) sticht hier negativ hervort. Der Zustand dieser Station soll in diesem Jahr bei der Modernisierungsoffebnsive 2 deutlich verbessert werden.

Pünktlichkeit wurde verbessert

Die Pünktlichkeit der S-Bahnen habe sich auf allen Linien im Kreis Mettmann "zum Teil erkennbar verbessert", heißt es in dem Bericht. Positiv hervorgehoben wird neben den Linien S 6 (Langenfeld) und S 9 (Wülfrath-Aprath) auch die durch Erkrath fahrende S 8. Ein Wermutstropfen freilich ist die S 68, die in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends den Streckenabschnitt Langenfeld — Düsseldorf — Erkrath — Wuppertal bedient. Diese Linie weist die höchsten durchschnittlichen Verspätungen aller S-Bahnen im VRR auf. Negativ beurteilt wird auch die Regionalbahn 48, die zwischen Wuppertal über Haan-Gruiten — Haan — Solingen und Köln fährt. Die Verspätungsanfälligkeit sei weiter hoch.

Zu Verspätungen kam es vor allem im April und Mai, als die DB Regio wegen eines Software-Fehlers am Sicherheitssystem der neuen Baureihe ET 422 ein Tempolimit verhängen musste.

Als absolut "§inakzeptabel" sieht der Kreis Mettmann die hohe Zahl der Ausfälle bei der S 68 in Erkrath an. Bei Problemen an Fahrzeugen, beim Personal oder an der Infrastruktur (etwa Weichen, Signalanlagen) stellt die DB Regio diese Linie teilweise ein beziehungsweise lässt die Züge vor ihrem eigentlichen Ziel wenden, um den Betrieb auf anderen Linien sicherzustellen. Kreisdirektor Martin M. Richter fordert vom VRR eine Stellungnahme, wie diese für die Fahrgäste "unzumutbaren Zustände" grundlegen verbessert werden können.

Das von der Bahn im Dezember 2009 umgesetzte neue S-Bahnkonzept im Raum Düsseldorf habe die Qualität des Schienenverkehr deutlich verbessert, heißt es. Vor allem durch die neuen Züge habe die durchschnittliche Verspätung pro Fahrt auf den Linien S 1, S 8 und S 9 von 1,78 Minuten auf 0,65 Minuten gesenkt werden können. Auf der Linie S 6 sollen die neuen Fahrzeuge erst ab Dezember 2014 eingesetzt werden.

(RP/url)