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Mettmann: Rund ums Neandertal radeln

Mettmann : Rund ums Neandertal radeln

Die Radtourenfahrt des RV Edelweiß beginnt am Berufskolleg Neandertal. Auch Fahrer aus Holland und Belgien sind am Start. Ein Paar trainiert für eine Rundfahrt in Äthiopien.

Rund ums Neandertal säumten am Samstag in grell-bunten Farben gekleidete Radfahrer die Straßen des Kreises. Sie alle waren dem Ruf des Radsportvereins Edelweiß gefolgt, der seine Radtourenfahrt ausrichtete. "Die hügeligen Routen hier im Niederbergischen sind nichts für komplette Laien", sagte Pressewart Horst-Joachim Benner. Dennoch seien in der Vergangenheit bis zu 600 Radsportler, Trimm- und Hobbyfahrer in die Kreisstadt geströmt, um vom Startpunkt am Berufskolleg Neandertal aus die Gegend zu erkunden.

Drei Strecken zur Auswahl

Drei Strecken — 45, 75 und 115 Kilometer lang — führten die Radler teilweise bis nach Gruiten und Vohwinkel, Rohdenhaus und Langenberg. Das ständige "Auf und Ab" war manchen Teilnehmern sogar sehr willkommen. "Wir trainieren für eine Rundfahrt in Äthiopien", sagte Stefan Phoa am Startpunkt. Während der dreiwöchigen Tour durch den nordostafrikanischen Binnenstaat habe man es mit 2000 bis 4500 Höhenmetern zu tun. "Das wird kein Zuckerschlecken", so der Hobbyfahrer aus Moers, der mit Ehefrau Kerstin und Sohn Paul (4) nicht zum ersten Mal nach Mettmann kam. Während sich die Eltern fit für Äthiopien trimmten, konnte Paul als "Anhängsel" seiner Mutter das Neandertal genießen. "Am Radfahren ist toll, dass man nebenbei so viel sehen kann", beschrieb er den Reiz der Sportart und checkte ein letztes Mal den Proviant im Körbchen auf dem Gepäckträger.

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Radtourenfahrten werden von im Bund Deutscher Radfahrer organisierten Vereinen angeboten. Sinn ist es nicht, als Erster im Ziel zu sein, sondern die angebotenen Strecken in einem recht großen Zeitfenster zu absolvieren. "In der Radtouristik geht es nicht um Leistungssport, sondern um Geselligkeit und das Kennenlernen von Landschaften", erklärte Horst-Joachim Benner die Idee. Dabei sei es erstaunlich, woher die Teilnehmer anreisen. Auf dem Parkplatz des Berufskollegs waren auch hessische, niederländische und belgische KFZ-Kennzeichen zu sehen.

Beata und Jürgen Weber hatten aus dem Sauerland hatten eine vergleichsweise kurze Anreise. "Freunde haben uns die Neandertal-Route empfohlen", erzählten sie. Das Ehepaar fährt mit Wertungskarten, die sie am Kontrollpunkt in Hochdahl stempeln lassen mussten. Beata Weber: "Im Sommer sind wir fast jedes Wochenende woanders unterwegs und sammeln Punkte für die Jahreswertung." Durch die Radtourenfahrten lerne man Nordrhein-Westfalen von seinen schönsten Seiten kennen. "Und wir halten uns fit."

Das ist für die Neandertal-Strecke offenbar nötig. Denn am Wochenende dominierten eindeutig Profi-Outfits und leichtgewichtige Rennräder.

(ft)