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Wülfrath: Rock ’n’ Roll in Schlupkothen

Wülfrath : Rock ’n’ Roll in Schlupkothen

Die Wuppertaler Coverband daCapo ließ die Musik der Jahre von 1920 bis 1955 auferstehen.Eine Zeitreise vom Charleston zur Jukebox und King Elvis bis zur Krefelder Tanzgruppe Number One.

Rock ‘n‘ Roll in all seinen Facetten konnten die Besucher am Wochenende im Kommunikationscenter in Schlupkothen erleben. Die Wuppertaler Cover Band „da Capo“ hatte zu einer Rock ‘n‘ Roll-Live-Zeitreise eingeladen.

Mit der Veranstaltung hat sich das Wülfrather Bandmitglied Thomas Rößler einen kleinen Traum erfüllt. Der Keyboarder hegt eine große Leidenschaft für Rock ‘n‘ Roll Musik und alles, was damit zusammen hängt: Angefangen bei Kultgegenständen wie der Juke-Box über Kleidung und Möbel bis hin zu Tanz und Film. Mit viel Liebe zum Detail führte er durch das Programm.

Hand-Jive von Tochter Viktoria

Als Einstimmung liefen alte Filmausschnitte, die Rößler im passenden Outfit mit Hut kommentierte. Tochter Viktoria und Freundin Helena (beide 12 Jahre alt) unterstützten ihn und führten den „Hand-Jive“ auf. Dabei wird nur mit den Händen getanzt. Unterschiedliche Bewegungen werden in einer bestimmten Reihenfolge rhythmisch wiederholt. „Die Musik vom Papa mag ich eigentlich nicht so sehr, ich höre mehr Avril Lavigne, aber das Üben für den Tanz hat echt Spaß gemacht“, gestand Viktoria.

Halsbrecherisch wurde es, als die Krefelder Tanzgruppe Number One eine flotte Sohle aufs Parkett legte. Fünf Tanzpaare zeigten die Tanzstile der Zeit von 1920 bis 1955: Charleston, Boogie-Woogie, Shim Sham und Rock ‘n‘ Roll. Bei Letzterem flogen die Damen regelmäßig Richtung Decke und das Publikum hielt den Atem an. Im Anschluss gab‘s daCapo live. Die sechs Bandmitglieder boten ein Potpourri mit Welthits aus der Rock ‘n‘ Roll-Zeit, aber auch aktuelle Stücke, die denselben Grundrhythmus haben. „Normalerweise sind wir im Rock oder Popbereich zu Hause, aber für Thomas haben wir ein Dreivierteljahr Stücke von Bo Diddley über Chuck Berry bis hin zu Elvis Presley einstudiert“, erzählte Sänger und Gründungsmitglied Uwe Hansen.

Seit 1998 sind die ambitionierten Amateurmusiker als Coverband im Raum Wuppertal unterwegs. Die bisher größten Erfolge feierten sie in der „Börse“ und der „Unihalle“ in Wuppertal. Der Bandname „daCapo“ hat zwei Bedeutungen: In der Musiktheorie zeigt er die Wiederholung einer bestimmten Passage eines Stückes an. Im Italienischen bedeutet er aber auch so viel wie Zugabe. Die forderten die begeisterten Wülfrather Zuschauer auch. Kaum einer konnte sich der Magie der Musik entziehen. Es wurde kräftig mitgewippt und mitgesungen.

Special Guests

Die beiden Special Guests, Chris Schmidt am Saxophon und „Big B.“ alias Beate Flick, rundeten das Programm ab. Bürgermeisterin Barbara Lorentz-Allendorf war mit ihrem Mann gekommen und ließ sich von der Stimmung mitreißen. Privat hört sie vor allem Blues, Swing und Jazz, erzählt sie.

(RP)