Erkrath Revierförster zeigt Kindern das Leben im Wald

Erkrath · Die Wanderung durch die Natur gehört zum Ferienprogramm der Stadt. Die Jungen und Mädchen sind voller Wissbegierde.

 Revierförster Dennis Anders erkundet mit Kindern und Erwachsenen den Willbecker Busch.

Revierförster Dennis Anders erkundet mit Kindern und Erwachsenen den Willbecker Busch.

Foto: Dietrich Janicki

Mit Eimern, Schaufeln und Gummistiefeln ausgerüstet trafen sich 15 Kinder vor der Grundschule Willbeck, um wieder einen Ausflug in den Wald zu starten. Sie sahen sehr bunt aus. Der eine trug gelbe Gummistiefel mit dem Salamander Lurchi, die andere rosa Gummistiefel von Prinzessin Lilifee. Manche Eimer waren grau, andere blau oder rot und einige Kinder hatten auch Stöcke dabei, um im Waldboden graben zu können. Im Rahmen des städtischen Ferienprogramms findet jedes Jahr eine Waldwanderung durch den Willbecker Busch bis zum Mahnerter Bach statt.

Seit 14 Jahren wird diese Veranstaltung angeboten, zum ersten Mal wurde sie organisiert vom damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Manfred Lübeck und dem Förster. Dieses Jahr war die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding mit dabei. Die Wanderung wurde geleitet vom Revierförster Dennis Anders. "Wir wollten einen Beitrag zum Ferienprogramm leisten und sind so auf die Idee einer Waldführung gekommen, die auch bisher immer sehr erfolgreich war", sagt Regina Wedding. Im Laufe dieser zweieinhalb Stunden macht der Förster die Kinder auf Verbote aufmerksam, auf Dinge, auf die unbedingt geachtet werden muss und auf die verschiedenen Pflanzen und Tiere, die im Wald leben. Kurz gesagt, er bringt den Kindern den Wald näher.

Dazu können die Kinder auch selber alle Fragen stellen, auf die sie schon immer eine Antwort haben wollten. "Die Kinder stellen sehr gute Fragen", bemerkt Regina Wedding. Die Erwachsenen dürfen ihre Kinder auf dem Weg durch den Wald begleiten und erfahren oft selbst sehr interessante Dinge, die sie noch nicht wussten.

"Jetzt wollen wir etwas zusammen spielen", kündigt Dennis Anders den Kindern an. Sie sollen sich in Kleingruppen zusammentun und drei verschiedene Pflanzen sammeln. Der Wald soll erlebbar gestaltet werden. Die Kinder machen sich auf die Suche. Kurze Zeit später haben sie alles gefunden, was man nur finden kann. Eicheln, Blätter von Buche, Eiche und Äste von der Lärche. Die Pflanze Ilex, zu Deutsch Stechpalme, wie Anders erklärt, ist auch dabei. Dass diese Pflanze besonders ist, weil sie im Winter ihre Blätter nicht verliert, erkennen die Kinder sofort.

"Der Wald als Erlebnisort" soll den Kindern vertraut gemacht werden, sagt Dennis Anders. "Das ist eine große Aufgabe und macht mir viel Spaß", betont der Förster, der zum dritten Mal die Exkursion leitet. Das merkt man auch an seiner Begeisterung, mit der er an die Veranstaltung herangeht. Seine Haltung überträgt sich auf Eltern und Kinder, denn auch diese sind sehr zufrieden.

"Für die Kleinen ist es sehr interessant gemacht", findet Andrea Kleck. "Man kann nie genug lernen", sagt sie und deswegen hört auch sie zu und findet es für sich ebenfalls interessant. Auch Marcus Pohl, der seine Kinder Johann (3) und Frida (5) begleitet, spricht die Wanderung an. "Ich bin angetan von der Natur, finde den Wald sehr schön", sagt er. Auch er lernt noch Sachen dazu, "nur was man mit Namen kennt, kennt man wirklich", meint er. Seine Tochter Frida fasst die Wanderung in einem Wort zu-sammen: "Schön."

(lam)
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