Regiobahn Fest Mettmann: Tausende feiern mit der Regiobahn

Mettmann : Tausende feiern mit der Regiobahn

Das 15-jähriges Betriebsjubiläum gestaltete das Verkehrsunternehmen mit Live-Musik, Feuerwerk und Sonderfahrten.

"Der Regengott scheint unser Sommerfest zu mögen", sagte Marcel Winter, Mitarbeiter der Regiobahn, anlässlich der fast ausnahmslos akzeptablen Temperaturen am Wochenende. "Samstagabend hat es vielleicht fünf Minuten genieselt, sonst war es sonnig und schön." Entsprechend gut war die Besucherfrequenz, "an beiden Tagen kamen mehrere Tausend Gäste".

Gründe dafür gab es viele. Das Samstagsprogramm stand ganz unter dem Motto "Party" und deckte mit Live-Acts von Rock über Pop bis Schlager sämtliche Genres ab. "Das Feuerwerk war auch nicht übel", bekannte Rock-Fan Mandy Zielscher. Der Sonntag war familienkompatibel. Da übten sich zum Beispiel Lucas (6), Carina (7) und Emilia (7) als Könige der Lüfte in einem Sicherheitsgurt auf einem ansonsten netzlosen Trampolin, Kilian (2) und Jule (2) traten mit den jeweiligen Vätern sowie "Schnuffi" und "Paula" beim Eselsrennen gegeneinander an und andere Kinder kraxelten die Kletterwand empor. Sandspielkiste, Bimmelbahn und Riesengummibälle waren weitere Attraktionen für die Kleinen.

Im Mittelpunkt des Interesses vieler erwachsener Besucher standen Sonntag das zum vierten Mal stattfindende Zug-Ziehen (Info-Box), künstliche Landschaften der Modelleisenbahnfreunde, ein mit 60 Teilnehmern weitläufig gestalteter Trödelmarkt sowie verschiedene Sonderfahrten mit der Bahn. Sonntag um 12 Uhr, ein paar typische Bahnminuten Verspätung inklusive, startete auf Gleis 2 an der Station Stadtwald ein Zug Richtung Wuppertal und machte in Dornap-Hahnenfurt Station. Diese Strecke wurde gegen 1879 ursprünglich in Betrieb genommen, in den 1990er Jahren weitestgehend stillgelegt und wird jetzt vom Güterverkehr genutzt. Läuft alles planmäßig, wird die Regiobahn S 28 ab Dezember 2016 hier wieder fahren. Erster Spatenstich für die Aus- und Umbauarbeiten, so erzählte es Sebastian Iven während der Fahrt, ist Mitte September diesen Jahres, der Arbeitstitel der Zukünftigen Bahnstation lautet "Düssel-Hahnenfurt" und die Umbaukosten betragen insgesamt etwa 44 Millionen Euro. "Der Bahnhof hat auch mal bessere Zeiten gesehen", urteilte Passagier Christian Brück angesichts des verwittert-verfallen aussehenden Bahnhofgebäudes, an dem der Ausflug endete. "Das wird eine Super-Verbindung nach Wuppertal", freute Fahrgast Paul Deggertich sich. Zurück auf dem eigentlichen Fest präsentierte Clown Bärchen noch seine Musikshow, ehe Rainer Wahnwitz als Stimmungskanone für gute Laune sorgte und Nic Morena zum krönenden Abschluss Schlager interpretierte.

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