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Recyclinghof öffnen – oder doch lieber nicht?

Abfallärger in Mettmann : Recyclinghof öffnen – oder doch lieber nicht?

Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge, und diese von höchster Stelle verordnete Distanz betrifft alle Lebensbereiche. Weil die Nähe gerade einen schweren Stand hat und nicht systemrelevante Begegnungen im Risikobereich von unter zwei Metern eingeschränkt sind – und das ist ein Euphemismus, denn tatsächlich sind Begegnungen nicht bloß eingeschränkt, sondern auf ein Minimum reduziert – muss der Mensch sich anders beschäftigen.

Quasi vereinsamt und nur noch mit modernen Medien verbunden, kommt es also bei vielen zu Betriebsamkeit mit Putz- und Aufräumarbeiten. Vielleicht ist das nicht mal bloß dem Corona-Blues geschuldet; es ist Frühling, die Sonne scheint und es ist außerdem traditionelle Zeit des sogenannten Frühjahrputzes. Vieles wird ausrangiert. Und dieser Müll will an die ökologisch korrekten Adressen verbracht werden. Eine davon ist der Recyclinghof. Natürlich ist es richtig und wichtig, die hier arbeitenden Menschen vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Deshalb muss der Betrieb nicht lahm gelegt werden, er funktioniert auch mit Einschränkungen und unter Beachtung der Hygienevorschriften: Besucher halten Abstand, die Mitarbeiter verzichten auf Hilfe beim Entladen. Recyclinghöfe sind ein wichtiger Beitrag für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Auch in der Corona-Krise.


Valeska von Dolega