Ratingen/Mettmann: Neue Idee für Radweg durchs Tal

Verkehr : Ratingen diskutiert neuen Radweg durchs Schwarzbachtal

Die Sozialdemokraten schlagen vor, Wirtschaftswege zu einer Route zu verbinden. Der Kreis will überdies weitere Radwege sanieren.

Die SPD-Fraktion in Ratingen setzt sich für einen separaten Rad- und Fußweg entlang der L 239/Mettmanner Straße ein. Allerdings nicht auf Kosten der Landschaft, um die seit vielen Jahren erbittert gekämpft wird. Stattdessen, so die SPD, sollen bestehende Wege verbunden werden, um so eine attraktive Verbindung zwischen Mettmann und Ratingen durchs Schwarzbachtal zu schaffen.

Die Planungen von Straßen NRW sehen nur einen schmalen kombinierten Rad- und Gehweg vor. Das stieß seitens von Anwohnern auf Protest, die dabei waren, als Ende November in der Ratinger Stadthalle die Pläne für die Ertüchtigung der L 239 beziehungsweise für den Ausbau auf der bestehenden Trasse durch den Landesbetrieb Straßen NRW vorgestellt wurden. Dazu Christian Wiglow, SPD-Fraktionschef: „Dabei wurde von vielen Bürgern kritisiert, dass der Ausbau auf der bestehenden Trasse keinen Rad- oder Fußweg vorsieht.“

In diesem Zusammenhang wurden auch wieder Stimmen laut nach dem Neubau der L 239 über eine neue Trasse quer durch das Schwarzbachtal. Eine solche Lösung lehnt die SPD-Fraktion weiterhin wegen der Landschafts- und Umweltzerstörung ab. Zudem würde durch jedwede Umplanung noch mehr Zeit verloren, ohne dass etwas geschehe.

Aus Sicht der SPD Fraktion bietet es sich an, die vorhandenen Wirtschaftswege so zu verbinden, dass sich ein von der L 230 getrennter attraktiver Rad- und Fußweg schaffen lässt, wobei nur kleinere Lücken zwischen den Wirtschaftswegen geschlossen werden müssten. Damit würde man nicht nur die Situation für den Fuß- und Radverkehr auf der L 239 verbessern, sondern auch noch einen Mehrwert für Freizeitzwecke schaffen, so Wiglow.

Daher fordert die Ratinger SPD, unter Nutzung vorhandener Wirtschaftswege einen von der L 239 getrennten Rad- und Fußweg zu konzipieren und diesen gegebenenfalls mit dem Straßenbaulastträger Landesstraßen NRW abzustimmen: „Unter Umständen könnte ein solcher neuer Rad- und Fußweg eine sinnvolle Ergänzung des Neandersteiges sein, so dass sich hier eine Zusammenarbeit mit dem Kreis anbietet.“ Gute Nachricht gibt es derweil für die Radwege in der Region: Im neuen Kreishaushalt seien für dieses Jahr 500.000 Euro für die Radwege vorgesehen, sagt der Lintoorfer CDU-Ratsherr Jörg Maaßhoff.

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