Kreis Mettmann: Radler sollten Winterreifen aufziehen

Kreis Mettmann : Radler sollten Winterreifen aufziehen

Die Polizei im Kreis Mettmann kontrollierte radfahrende Schüler: Fast 90 Prozent der Räder sind in Ordnung.

Ob zur Arbeit, zur Schule oder privat — immer mehr Menschen nutzen für kurze bis mittellange Strecken das Fahrrad, auch im Winter. Wie der Autofahrer sollte auch der Radler sein Fahrzeug winterfest machen. Die Schüler im Kreis wurden jetzt in Sachen Licht von der Polizei unter die Lupe genommen. 111 Beamte überprüften über einen Monat lang die Fahrräder von Schülern. Das Ergebnis fiel sehr positiv aus. Fast 90 Prozent aller Zweiräder waren nach Angaben der Polizei in Ordnung. Vor allem von der gesetzlichen Neuregelung, die am 1. August dieses Jahres in Kraft trat, hätten viele Schüler Gebrauch gemacht: Auch akku- und batteriebetriebene Leuchten sind seit dem Sommer für den Straßenverkehr zugelassen. Entsprechend waren deutlich mehr Räder besser beleuchtet als noch in den vergangenen Jahren, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Die Fahrräder der Schüler wurden vor den 30 beteiligten Schulen in Erkrath, Hilden, Langenfeld und Monheim in den Morgenstunden zwischen 7.30 und 8.30 Uhr kontrolliert. Nur an zwölf Prozent der überprüften Räder habe es Beanstandungen gegeben. "Das sind 128 weniger als im vergangenen Jahr", so das Fazit der Kreispolizei. Für die Licht-Sünder gab es eine Mängelkarte, die innerhalb einer Woche durch entsprechende Nachrüstung eingelöst werden muss. "Wer die Mängelkarte nicht fristgerecht zurückschickt, bekommt von uns Besuch", sagt Thomas Decken, Direktionsleiter für Verkehr. Dann werde ein ausführliches Gespräch mit den Erziehungsberechtigten geführt.

Wie gefährlich für Radfahrer der Straßenverkehr ist, zeigen die Unfallzahlen. "341 verunglückte Radfahrer gab es 2012", sagt Polizeisprecherin Nicole Rehmann. Eine Frau starb. Von Januar bis Oktober 2013 seien 330 Radler bei Unfällen verunglückt, wieder starb eine Frau.

Für eine sichere Fahrt gerade im Winter sorgt aber nicht nur funktionierendes Licht. Marc Michalsky vom Erkrather Fahrradgeschäft Radsport Michalsky empfiehlt wie beim Auto eine Inspektion. "Wer eine hydraulische Scheibenbremse hat, sollte kältefestes Öl verwenden", sagt der Experte. Für eine rutschfreie Fahrt auf Schnee und Eis gibt es Winterbereifung, teilweise mit integrierten Spikes für einen noch besseren Halt auf der Straße. "Von Mountainbike bis Holland-Rad können alle Modelle umgerüstet werden", sagt Marc Michalsky. Wichtig seien auch die Reflektoren, für die es gesetzliche Vorgaben gibt. Neben Front- und Rückreflektoren muss ein Fahrrad pro Pedale zwei Katzenaugen haben. "Auch in den Speichen vorne und hinten sollten je zwei Reflektoren angebracht sein oder ein Reflexstreifen am Reifen selbst", sagt Michalsky. Wer eine batteriebetriebene Lampe verwendet, muss auf die sogenannte K-Kennung achten. "Das ist die vorgeschriebene DIN-Norm." Eine Taschenlampe, die mit ein paar Klebestreifen am Lenker festgemacht ist, wird bei einer Polizeikontrolle durchfallen. Bei der Bekleidung hat der Fahrrad-Spezialist auch noch einen Tipp: Neben dem zu empfehlenden Helm gibt es spezielle Thermo-Kleidung, die gerade bei frostigen Temperaturen warmhält.

(RP)
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