Erkrath: Radeln fürs Franziskus-Hospiz

Erkrath : Radeln fürs Franziskus-Hospiz

Die Hospiz-Bewegung warb gestern für Menschenliebe und ehrenamtliches Engagement. Die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll radelte mit durch das Tal der Düssel. Helfer berichteten über das Hochdahler Hospiz und die Mitarbeit.

"Hospiz bewegt". Diesen Slogan nahmen Erkrather gestern wörtlich. Nicht allein dadurch, dass sich viele mit dem Thema Hospizbewegung auseinandersetzten, sondern auch mit Muskelkraft. Der Hospiz-Verein hatte zu einer Benefiz-Radtour eingeladen, und 300 Teilnehmerkarten wurden ausgegeben. Kein schlechter Wert bei dem nicht gerade radfahr-freundlichen Wetter, wie Hans Michalsky meinte.

Er hatte sich gerne in den Dienst der guten Sache gestellt, sein Geschäft an der Röntgenstraße war Start und Ziel der Tour. Außerdem hatte er mit zwei Rädern die Hauptpreise der Tombola gestiftet. Viele weitere Preise stellten andere Sponsoren zur Verfügung, darunter war auch ein Rundflug.

15 Kilometer geradelt

"Eine tolle Aktion und eine sehr unterstützenswerte Sache", lobte Peer Weber nach Abfahren der Strecke, die zunächst nach Gruiten-Dorf führte und dann durchs Düsseltal zurück nach Hochdahl. Die rund 15 Kilometer lange Strecke war ohne große Probleme zu bewältigen, es war stellenweise etwas hügelig, aber nicht schwer. "Eine schöne Mischung", sagte Weber. Aufgefallen sei ihm allerdings wieder einmal, dass das Radwegenetz in Erkrath nicht besonders gut in Schuss ist. Er empfehle den Leuten aus Rat und Stadtverwaltung, selbst mal häufiger mit dem Rad zu fahren, um sich ein Bild davon zu machen.

Auch Goswin Walter, Vorsitzender des Hospiz-Vereins, fuhr gestern eine Runde mit. "Die Strecke war sehr familienfreundlich ausgewählt, auch ungeübte Radler konnten sie gut bewältigen", betonte er. Er zeigte sich zufrieden über die trotz des Wetters gute Resonanz auf den Aufruf zur Veranstaltung. Im Vordergrund stand diesmal nicht, möglichst hohe Spendenbeträge einzunehmen, sondern Hospizbewegung bekannter zu machen.

Dazu bestand auch nach dem sportlichen Teil noch reichlich Gelegenheit. Schließlich standen viele ehrenamtliche Helfer nicht nur zum Verkauf von Speisen und Getränken bereit, sondern informierten auch gerne über die Arbeit im Trillser Hospiz und über die Veranstaltungen, die dort angeboten werden. Natürlich konnten sie auch viel über die Möglichkeit der ehrenamtlichen Mitarbeit erzählen sowie über die Unterstützung durch rund 100 ehrenamtliche Helfer, ohne die die Hospizarbeit nicht möglich wäre. Und über die Spenden, die ebenfalls auch in Zukunft dringend benötigt werden.

Letztlich bleibt ein erkleckliches Sümmchen von den Einnahmen für die Hospizarbeit übrig. Nicht zuletzt auch dank der Freiwilligen Feuerwehr, die die Einnahmen aus ihrem Reibekuchenverkauf komplett spendete und die Materialkosten selbst übernahm.

(RP)