Wülfrath: Radeln durch Niederberg

Wülfrath: Radeln durch Niederberg

Am Zeittunnel in Wülfrath eröffnen Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger, Landrat Thomas Hendele und mehrere Bürgermeister den Panorama-Radweg. Er verläuft auf einer alten Eisenbahntrasse.

Bei der Planung einer ausgedehnten Radtour denkt der Freizeitradfahrer nicht unbedingt an Strecken durch hügelige Gegenden wie Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus, sondern eher an flache Rheinauen. Das könne sich nun ändern, merkte NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger bei der Eröffnung des neuen Niederbergbahn-Panorama-Radweges in Wülfrath an.

Dieser Weg führe nämlich durch eine wunderschöne Naturlandschaft, davon habe er sich in den letzten Wochen überzeugen können. Dabei sei die Strecke aber nicht nur gut für Radfahrer geeignet, sondern auch für Inliner und Wanderer. Und sie sei nicht nur ein Freizeitangebot, sondern auch Alternativstrecke für die Nahmobilität, für die Fahrt mit dem Rad zum Arbeitsplatz, betonte der Minister.

Großes Tourismusprojekt

"Das ist ein fantastischer Tag für den Kreis Mettmann", ergänzte kurz darauf Landrat Thomas Hendele. Schließlich werde mit dem Radweg das größte Tourismusprojekt seit dem Bau des Neanderthal Museum im Kreis eröffnet. Und der Tourismus gewinne auch für den Kreis immer mehr an Bedeutung, pro Jahr würden in dieser Branche kreisweit mehr als 300 Millionen Euro umgesetzt. Ohne die Unterstützung des Landes hätte der Kreis das Projekt aber nicht stemmen können, räumte Hendele ein. Schließlich wurden rund 11,3 Millionen Euro in diese Radstrecke gesteckt, mit der gleichzeitig auch die alte Trasse der Niederbergbahn für die Zukunft gesichert wurde.

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Da Eisenbahnen früher keine starken Steigungen schafften, können Radler nun relativ entspannt auf die Strecke gehen, sie hat im Schnitt nur drei Prozent Steigung. Mit der rund 40 km langen Radstrecke zwischen Kettwig und Haan, die zum großen Teil auf der alten Eisenbahntrasse liegt, wurde eine Lücke zwischen dem Ruhrtalradweg und dem Bergischen Land geschlossen. Und ab Ende 2012 werde die Strecke noch weiter führen, dann könnten Radler bis Olpe fahren, betonte Hendele.

Im Anschluss an einen ökumenischen Gottesdienst und die Segnung des neuen Radweges durch die Wülfrather Pfarrer Ingolf Kriegsmann und Heinz-Otto Langel wurde die Strecke durch symbolisches Durchschneiden eines Bandes freigegeben. Und die Radler konnten sich selbst ein Bild von der neuen Route machen.

Von Wülfrath aus führt sie in leichtem, aber gut zu bewältigenden Anstieg hinauf nach Tönisheide. Und dann geht es fast nur noch gemächlich bergab. Es ist eine abwechslungsreiche Strecke, teils führt sie unter schattenspendenen Baumgruppen hindurch, teils tun sich weite Blicke über den Kreis Mettmann auf. Auch einige Sitzgelegenheiten für Verschnaufpausen wurden eingerichtet. Die Lions und Leos aus Velbert, Heiligenhaus, Mettmann und Wülfrath luden an Stationen zu einem Fahrradquiz ein.

(müsh)
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