Programmvorschau: In der Mettmanner Kulturvilla ist schon Sommer

Programm Kulturvilla : In der Kulturvilla ist schon Sommer

Am Sonntag gibt es an der Beckershoffstraße Jazz nach Vorbildern italienischer Volksmusik. Zuvor lernen kleine Besucher einen Tanz.

Nicht irgendeinen natürlich, sondern „den zappeligsten Tanz Italiens“, verspricht Noemi la Terra, die sich am Sonntag um 16 Uhr auf viele muntere Schüler freut. Ab 19 Uhr will sie dann mit ihrem Ensemble für Große vorstellen, was sie, ein in Deutschland aufgewachsener Spross sizilianischer Eltern, bei Reisen durch sizilianische Dörfer an musikalischen Souvenirs gesammelt hat: Lieder von Frauen, alten Männern, Kindern und Arbeitern der Schwefelbergwerke, Rufe von Marktschreiern, sakrale Hymnen und vieles mehr, verarbeitet zu glutvoll-jazzigen Rhythmen. Da kommen Sommergefühle auf, mitten im gritzegrauen Mettmann. Bleibt es dabei?

Am liebsten. Zumindest warm ums Herz dürfte jenen werden, die am Donnerstag, 7. Februar, um 19 Uhr das Benefizkonzert zugunsten des Vereins Löwenstern besuchen. Er kümmert sich um Familien von jungen Krebspatienten. Mettmanner Schüler rührt dieser Einsatz so sehr, dass sie beschlossen, mit Hilfe der Kulturvilla ein Konzert zu organisieren, dessen Erlös den Aktiven zugute kommt. Um auch jugendliches Publikum anzuziehen, wird die Ratinger Band „Friday And The Fool“ aufspielen, rhythmische Funksongs und entspannte Balladen.

Eine nicht weniger interessante Mischung verspricht der Abend mit dem Rapper Horst Wegener am Sonntag, 10. Februar, 19 Uhr. Dunkler Teint, schwarze Locken, urdeutscher Name: Geboren in Ecuador, zog er mit seiner Mutter nach Wuppertal, um dort den Rap neu zu definieren, indem er ihn mit Hiphop-Elementen und einer Bläser-Combo mixt. Dafür gab es bereits einige Preise und die Einladung zu einer Deutschlandtournee mit Rapper Samy DeLuxe. Wenn Wegener schon mal da ist, reicht er auch dem Mettmanner Nachwuchs gern das Mikrofon zum Mitrappen – in der Veranstaltungsreihe „Kleine Kulturvilla“, ebenfalls am 10. Februar, aber schon um 16 Uhr.

Mit Jazz geht es dann weiter in der Kulturvilla, und zwar am Donnerstag, 21. März, mit der Gosia Rogalla Connection und dem Mettmanner Norbert Könner als Gast. Er spielt solo und für verschiedene Jazz-Bands einen weichen und rhythmischen Sound an Trompete und Flügelhorn. Dahinter stehen 35 Jahre Erfahrung mit beiden Instrumenten in den verschiedensten Besetzungen und bei unterschiedlichsten Anlässen.

Noch mehr Musik gibt es von Aron Proujanski (Tenor) und Elena Zakharevitch (Klavier) am 24. März, von Sopranistin Franziska Dannheim mit „Hoffmanns Erzählungen“ am 7. April und dem Ensemble „trioLogie“ (19. Mai) mit Mandoline, Mandola und Gitarre. Musikkabarettistin Carmela de Feo stellt am 16. Juni „Die Schablone, in der ich wohne“ in der Kulturvilla vor. Von der stets schwarzgekleideten Frau am Akkordeon heißt es: „Wenn die eiserne Lady aus Oberhausen mit flinken Fingern ihr Instrument umgarnt und ihr Mundwerk dazu Tango tanzt, liegt ihr nicht nur die Männerwelt zu Füßen.“ Sie hat übrigens italienische Wurzeln. Aber am 16. Juni ist ja ohnehin schon so gut wie Sommer.

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