Mettmann: Poststraße als Parkplatz

Mettmann: Poststraße als Parkplatz

Die Mettmanner Verwaltung sieht keine Parkplatzprobleme in der Innenstadt während der Bauphase von Kö-Karree und Kö-Galerie: In den unterirdischen Garagen und im Parkhaus sind Plätze vorhanden.

Wenn Mettmanner Bauverein und Phoenix Development noch in diesem Jahr zeitgleich mit dem Bau des Kö-Karrees und der Kö-Galerie beginnen, fallen in Mettmann zahlreiche Parkplätze in der Innenstadt weg. Zumindest für eineinhalb Jahre. Denn so lange soll es dauern, bis beide Geschäftszentren ihre Tore öffnen.

Betroffen sind der Schulhof Schulstraße und der ehemalige Karstadtparkplatz. Ebenso fallen während der Bauarbeiten die Parkplätze an der Straße Am Königshof weg. Auch auf dem Hertie-Parkdeck können Autofahrer während der Bauphase nicht mehr parken, da die Rampe abgerissen wird. Die Verwaltung sieht kein großes Problem auf die Bürger zukommen. "Es sind noch genügend Tiefgaragenplätze in Mettmann vorhanden", hatte Bürgermeister Bernd Günther im jüngsten Verkehrsausschuss gesagt.

Die Stadtverwaltung hat die Tiefgarage unter dem Jubi (Kreissparkasse), die Tiefgarage Neanderthalpassage sowie das Parkhaus Neanderstraße unter die Lupe genommen und herausgefunden, dass dort noch Platz ist. Parkhaus Neanderstraße: Es sind 239 Stellplätze vorhanden, von denen 122 fest vermietet sind. Mitarbeiter der Verwaltung haben festgestellt, dass zu unterschiedlichen Tageszeiten nur etwa 50 Prozent der Plätze genutzt werden.

  • Kommentar : Keine Gebühren

Tiefgarage Jubiläumsplatz: Es sind 92 Stellplätze vorhanden; eine geringe Anzahl ist vermietet. Tagsüber, so die Verwaltung, sind bis 16 Uhr 80 Prozent der Plätze besetzt, ab 16 Uhr nur 40 Prozent.

Tiefgarage Neanderthalpassage: Es stehen 220 Stellplätze zur Verfügung, von denen keiner fest vermietete ist. Die Belegungsquote liege tagsüber bei 55 bis 60 Prozent, am Mittwoch (Markttag) bei 80 Prozent.

Die CDU hatte vorgeschlagen, in der Poststraße zusätzliche Parkplätze durch Schrägparken anzubieten. Die Verwaltung kommt zu folgenden Ergebnis: Zwar ließen sich zwölf zusätzliche Stellplätze einrichten, doch für Fußgänger geht freier Straßenraum völlig verloren. Sie können zudem nicht mehr an die Schaufenster herantreten und in einigen Fällen sei es schwierig, die Hauseingänge zu erreichen. Und: Die Poststraße ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Ein, wenn auch temporärer Umbau der Poststraße, würde bedeuten, dass Fördermittel des Landes, die vor zehn Jahren beim Bau als verkehrsberuhigte Zone geflossen sind, eventuell zurückgezahlt werden müssen. Auch der CDU-Vorschlag, "halbhüftiges Parken" an der Bahnstraße zuzulassen, bringe nicht viel: Die Bordsteine müssen ausgetauscht, dass dahinter liegende Pflaster (heute Radweg/Gehweg) aufgenommen und wegen der neuen Höhenlage verändert werden. Rund 50000 Euro, so die Verwaltung, würde es kosten, in der Bahnstraße auf diese Weise 43 Parkplätze zu schaffen. www.rp-online.de/mettmann

(RP)