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Kreis Mettmann: Polizei: mehr Straftaten, mehr Aufklärung

Kreis Mettmann : Polizei: mehr Straftaten, mehr Aufklärung

Die Zahl der Straftaten ist 2013 um 3,5 Prozent auf 33 899 gestiegen. Damit liegt der Kreis aber noch 17,5 Prozentpunkte unter dem NRW-Schnitt. Vor allem Vermögens-, Fälschungs- und Rauschgiftdelikte nehmen zum Teil deutlich zu.

In den zehn Städten des Kreises Mettmann stieg in 2013 die Zahl der Straftaten um 1162 auf 33 899. Das sind 3,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr. 17 318 Fälle konnten geklärt werden. Thomas Hendele als Chef der Kreispolizeibehörde sah trotz des deutlichen Plus aber auch positive Entwicklungen. Immerhin liegt die Deliktzahl auch in diesem Jahr mit 17,5 Prozentpunkten deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Auch die Aufklärungsquote gab Hendele wenig Grund für Sorgenfalten: Sie stieg auf 51,1, Prozent und lag damit 4,4 Prozentpunkte höher. Im Vergleich: In NRW sank sie auf 48,9 Prozent.

Wohnungseinbrüche Die Wohnungseinbruchskriminalität zählt ein Plus von 29 Delikten, das sind 1,86 Prozentpunkte mehr und verharrt auf konstant hohem Niveau. Die Aufklärungsquote konnte hier von 14,8 auf nun 21,9 Prozent gesteigert werden. Die Sicherheitsberatung der Polizei zeigt Früchte: Immerhin vier von zehn Einbrüchen werden mittlerweile abgebrochen.

Straßenkriminalität Der Kreis hat rückläufige Zahlen: 2013 wurden 1156 Straftaten, also 12,1Prozent weniger als im Vorjahr erfasst.

Gewaltkriminalität Die Entwicklung im Bereich der Gewaltkriminalität ist erfreulich. Im vergangenen Jahr wurden 60 Delikte, beziehungsweise 6 Prozentpunkte weniger erfasst als 2012. Aber: Das sind heute rund 30 Prozent mehr als noch in den Jahren vor dem Jahrtausendwechsel, sagte gestern Kriminaldirektor Johannes Hermanns, Leiter der Direktion Kriminalität.

Vermögens-/Fälschungsdelikte 5216 Fälle bedeuten für 2013 einen Anstieg um 22,2 Prozentpunkte. Der Grund: Zwei große Betrugsverfahren in Hilden und Ratingen umfassten allein etwa 940 Taten. Geschädigte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten Anzeige erstattet.

Tatverdächtige Durch die Aufklärung von 17 318 Straftaten wurden 11 742 TV (8893 Männer und 2849 Frauen) ermittelt. Dies ist ein Anstieg um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Langzeitvergleich wurden 5,61 Prozent mehr Tatverdächtige ermittelt als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (11 118).

Verdächtige unter 21 Jahren Von den 11742 Tatverdächtigen waren 2583 oder 22 Prozent jünger als 21 Jahre. Im Vergleich zu 2013 (23,2 Prozent) hat sich der prozentuale Anteil der Unter-21-Jährigen erneut verringert. Fahrraddiebstahl Die Entwicklung hier stagniert. Die Fahrraddiebstähle im Kreis Mettmann gingen im vergangenen Jahr lediglich um sechs Fälle (0,4 Prozent) auf 1625 Fälle zurück.

Rauschgiftdelikte Die Rauschgiftkriminalität ist ein Schwerpunkt der Kreispolizei gewesen. Es konnten 500 Straftaten mehr entdeckt und aufgeklärt werden. 1537 Fälle bedeuten ein Plus an Delikten von 51,1 Prozent. Nichtdeutsche Tatverdächtige 2970 Taten von Nichtdeutschen bedeuten ein Plus von 15,4 Prozent. Aber: Viele Täter sind umherziehende Kriminelle, die nicht im Kreis wohnen.

Mettmann 2300 Straftaten in Mettmann (2012: 2053). Das ist ein sattes Plus von immerhin 13,9 Prozent. Die Aufklärungsquote aller Straftaten stieg von 42,5 auf jetzt 51,6 Prozent.

Erkrath Hier zählte die Polizei im vergangenen Jahr 2650 Straftaten (2012:2556). Das ist ein Plus von 3,7 Prozent. Die Aufklärungsquote stieg von 42,6 Prozent auf 49,9 Prozent in 2013.

Wülfrath 1051 Straftaten gegenüber 988 in 2012 bedeuten auch für die Kalkstadt ein Plus von 6,9 Prozent. Die Aufklärungsquote sank von 58 auf jetzt 54 Prozent.

(RP)