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Pandemie in Mettmann: Stadt kippt Ein-Eltern-Politik zu St. Martin

Pandemie in Mettmann : Stadt nimmt Ein-Eltern-Regel zu St. Martin zurück

Zwei von fünf Kitas seien groß genug – in den übrigen laufe eine Abfrage über die Elternräte, heißt es vom Jugendamts-Leiter.

In zwei von fünf städtischen Kindergärten hat die Stadt ihre strikten Regeln für Martinsfeiern offenbar gelockert. Das geht aus einem Brief hervor, den Jugendamtsleiter Stephan Paas gemeinsam mit den jeweiligen Kita-Leitungen unterzeichnet. Bei diesen beiden Kitas seien die Außengelände groß genug, um Platz für eine große Anzahl von Gästen zu bieten. In den übrigen Kitas laufe zurzeit über die Elternräte eine Abfrage. Dabei besteht die Wahl zwischen dem ursprünglich geplanten Programm – bei Teilnahme nur eines Elternteils – oder einem reduzierten Martinsprogramm in Verbindung mit einer erhöhten Zahl an Gästen aus den Familien.

Ursprünglich wollte die Stadt die Eltern zu St. Martin teilen: An den Feiern in den städtischen Kitas sollten nur entweder Vater oder Mutter teilnehmen – wegen der Infektionsgefahr. Der zuständige Dezernent Marko Sucic wirbt Verständnis dafür, „dass die gemäß der Schutzvorschriften möglichen Maximalgestattungsregeln nicht immer ausgeschöpft werden“. Damit reagiert Sucic einerseits auf das NRW-Gesundheitsministerium, das im Unterschied zur Stadt darauf hingewiesen hatte, dass es für Kitakinder keine besonderen Schutzregeln gibt. Andererseits gab es viel Kritik in den sozialen Medien an der Ein-Eltern-Politik der Stadt, die viele Diskussionsteilnehmer nicht mit dem Fangewimmel in Sportstadien oder den Regeln für den kommenden Mettmanner Blotschenmarkt zusammenbrachten. Sucic hält solche Vergleiche für unangemessen: „Neben den teilnehmenden Eltern und Kindern muss die Stadt aus Fürsorgegründen auch auf Bedenken und Sorgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rücksicht nehmen.“