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Ortstermin geplant: Anwohner hoffen auf Ruhe im Goethepark

Bürgermonitor in Mettmann : Ortstermin geplant: Anwohner hoffen auf Ruhe im Goethepark

Der Leidensdruck ist groß für die Anwohner des Goethepark: Jugendliche sowie Alkohol- und Drogensüchtige grölen und feiern bis in die tiefe Nacht hinein, Müll und Unrat verunreinigen nicht nur den Park, sondern auch den Spielplatz.

(arue) Der Leidensdruck bei den Anwohnern des Goetheparks ist groß: Vor allem die Lärmbelästigungen durch Jugendliche sowie Alkohol- und Drogensüchtige abends und in den Nachtstunden rauben ihnen den letzten Nerv. Bei einem Ortstermin mit der RP schilderten sie ihre Verzweiflung, denn Gespräche mit den Verursachern fruchten nichts, im Gegenteil, die Anwohner haben Angst vor Repressalien. Und auch die Polizei wollen sie nicht zu sehr strapazieren. Wenn diese vor Ort erscheine, seien die Verursacher oft schon weg.

Die Anwohner können nachts nicht schlafen, wurden bereits beschimpft und bedroht, einer davon war körperlichen Angriffen ausgesetzt und ist bis heute davon traumatisiert. In stetigem Kontakt mit der RP mailte unserer Redaktion ein weiterer Anwohner jetzt eine Ton-Datei zu, aufgenommen im Schlafzimmer, die nächtliches Gegröle wiedergibt, darunter Gespräche über Heroin und Nazi-Parolen. „In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli war der Lärm unerträglich!“, berichtet der Anwohner verzweifelt.

Nach einem Übergriff auf einen Anwohner 2018 hatten die Nachbarn den Eindruck, dass Ordnungsamt, Polizei und Streetworker verstärkt im Einsatz waren. Die Effekte waren jedoch nicht nachhaltig, schon bald seien die ursprünglichen Zustände wieder zurückgekehrt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ute Stöcker (CDU) steht in engem Kontakt mit den Menschen und weiß, dass die Klagen bereits seit zwei Jahren andauern. „Etliche Polizeieinsätze haben hier schon stattgefunden, allerdings ohne Erfolg“, erzählt sie.

Die Anwohner schlagen vor, den Zugang zum Park zu beschränken. Der Rat hat laut Ute Stöcker bereits beratschlagt, den Goethepark zu umzäunen. Die Kosten dafür wurden mit 20.000 Euro kalkuliert, viel für eine Stadt mit ständig wachsendem Haushaltsdefizit. Jetzt soll es einen Ortstermin mit den Betroffenen, Ute Stöcker und der Bürgermeisterkandidatin von CDU und SPD, Sandra Pietschmann, geben. „Es kommt Bewegung in die Sache“, berichtet Ute Stöcker erfreut, die auf der Suche nach Lösungen gerne behilflich sein will.

(arue)