Mettmann : Ein Filmabend mit den Toten Hosen

Beim Open-Air-Kino auf dem Mettmanner Markt wird ein Film über die Düsseldorfer Band gezeigt.

Im letzten Jahr sorgte ein Abba-Musical für beste Unterhaltung, in diesem Jahr kommen vor allem Fans der „Toten Hosen“ auf ihre Kosten: Das beliebte Mondscheinkino auf dem Marktplatz zeigt am Freitag, 2. August, die Dokumentation „Weil du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour“.

Der Film habe einen engen Bezug zu Mettmann, meint Kulturamtsleiterin Marion Buschmann, die das Event zusammen mit Margarete Papenhoff organisiert. Zwei Mitglieder der Düsseldorfer Band kommen ursprünglich aus Mettmann. „Wo sonst, wenn nicht in Mettmann, sollte der Film also laufen?“, fragt Papenhoff und begründet damit die Filmauswahl. „Viele der Gäste beim Open-Air-Kino sind genauso wie die Bandmitglieder in den Fünfzigern und kennen die Musik“, sagt Marion Buschmann. „Der Film kommt hoffentlich gut an.“ Bislang sind die Filme alle auf große Resonanz gestoßen.

Aber auch Jüngere und Kinder sind natürlich gern gesehene Gäste. „Wir zeigen immer familienfreundliche Filme, der Film hat keine Altersbegrenzung und ist kein Konzertfilm, sondern eine Dokumentation mit viel Musik, einfach Klasse“, so Papenhoff.

Die beiden Organisatorinnen sind bereits ein eingespieltes Team und stellen die Veranstaltung seit 2008 gemeinsam auf die Beine, nachdem Margarete Papenhoff den Mettmannern die Premiere des Mondscheinkinos im Jahr 2007 anlässlich des 100-jährigen Kinojubiläums geschenkt hatte. „Wir machen es immer noch gerne. Ab und zu werden wir gefragt, ob wir weiter machen – manche haben doch ein bisschen Angst, dass es nicht so ist“, sagt Buschmann. Nach so vielen Jahren sei sie fit im Aufbau der Leinwand – auch ohne die Hilfe ihrer nunmehr erwachsenen Söhne, die nicht mehr helfen wollen.

„Wir verkaufen 500 Karten im Vorverkauf, eine Abendkasse gibt es nicht“, betont Marion Buschmann. Einlass ist um 19 Uhr, der Film beginnt dann mit Einbruch der Dunkelheit, meist kurz nach 21 Uhr. „Die beiden Stunden vor dem Film sind für viele das eigentliche Event, der Film wird schon mal zur Nebensache“, meint Marion Buschmann. Denn neben eigenen Stühlen müssen sich die Besucher des besonderen Kinos auch Speisen und Getränke selbst mitbringen. „Da wird auch hin und wieder eine Frikadelle gegen eine Fleischwurst getauscht“, sagt Papenhoff lächelnd. Tische dürfen allerdings nicht mitgebracht werden. 500 Stühle müssen schließlich einen Platz finden – und der Markt im Ernstfall auch schnell geräumt werden können.

Zwar kann man die Plätze nicht reservieren, viele langjährige Gäste haben dennoch ihren Stammplatz. „Wir wissen genau, wo der Pfarrer sitzt“, erzählten die beiden mit einem Schmunzeln. „Wenn wir dann vor Filmbeginn durch die Reihen gehen, kriegen wir von den vielen Stammgästen auch immer etwas angeboten“, freuen sie sich. „Die Stimmung ist einfach toll und die Besucher sehr nett.“

Natürlich hoffen die Organisatorinnen auf gutes Wetter wie im letzten Jahr. Aber auch Regen scheint den Mettmannern nicht viel auszumachen. „Sie kommen dann mit Ponchos und sehen aus, also wenn sie zum Angeln gehen, aber sie kommen“, erinnert sich Papenhoff an das schlechte Wetter vor zwei Jahren. „Schirme dürfen aber nicht mitgebracht werden.“

Es gibt auch Gäste, die Tische vor dem Türmchen oder dem Café am Markt reservieren. „Die Außengastronomie endet aber mit dem Ende des Films“, betonen die Veranstalterinnen.

Mehr von RP ONLINE