Erkrath: Oiltech investiert eine Million

Erkrath: Oiltech investiert eine Million

Im Gewerbegebiet an der Max-Planck-Straße 1 siedelt sich die Düsseldorfer Firma Oiltech an. Das Unternehmen vertreibt Schmierstoffe für die Automobilbranche und wird das Gebäude komplett sanieren.

Als Klaus-Jürgen Huber das heruntergekommene Gebäude an der Max-Planck-Straße 1 das erste Mal sah, wusste er gleich: Hier muss richtig investiert werden, damit die rund 7000 Quadratmeter große Fläche wieder richtig was her macht. Im Jahr 2004 war dort die "Bohnen - Schneider Gastronomieservice" ausgezogen und seitdem scheint es, als habe der private Eigentümer nicht mehr viel investiert.

Die unteren Fensterfronten des Gebäudes waren komplett mit Pflanzen überwuchert. "Das Unkraut ist sogar unter den Fenstersimsen hindurch bis in die Büros hineingewachsen", erklärt Huber. Selbst die Treppe zum Haupteingang konnte man nicht mehr erkennen, weil sie komplett zugewuchert war. Seit ein paar Wochen sind nun die Handwerker Dauergast in dem Gebäude und bringen den alten Schuppen wieder auf Vordermann. Rund eine Million Euro investiert die Firma Oiltech, deren Geschäftsführer Klaus-Jürgen Huber ist.

Hohe Brandschutzauflagen

Die Firma vertreibt Schmierstoffe für alles, was sich bewegt von Autos, Traktoren, Kränen bis hin zu Sägekettenöl und Kühlerfrostschutz. Im Rücken hat die Firma nicht weniger als den drittgrößten Mineralölhersteller der Welt, die amerikanische Chevron-Texaco. In der rund 3000 Quadratmeter großen Halle, die sich an das zur Max-Planck-Straße liegende Bürogebäude anschließt, werden künftig rund 750 000 Liter Schmierstoffe lagern. Die Stadt Erkrath, die Feuerwehr sowie die Untere Wasserbehörde haben hohe Auflagen zum Brandschutz gemacht. So muss allein in der Halle ein rund 65 000 Euro teurer Spezial-Estrich Boden gelegt werden, damit bei einem Brand keine Schmierstoffe ins Grundwasser gelangen können. Die Außentüren vor den Laderampen für Lkw müssen mit wasserdichten Schotts versehen werden. "Wenn die Feuerwehr einen Brand löschen müsste, könnten so bis zu 600 000 Liter im Gebäude gehalten werden", erklärt Huber. Er weiß, ein Liter Öl könne eine Million Liter Grundwasser verseuchen, daher die hohen Auflagen. Die Dachfenster müssen mit einer Sprenganlage versehen werden, so dass im Brandfall sofort der Rauch abzieht. Doch so schnell brennbar sind die Stoffe gar nicht. "Schmierstoffe sind nicht so leicht entzündlich wie Benzin, ein brennendes Streichholz in ein 60-Liter-Fass getunkt, würde sofort ausgehen", so Huber.

Das Unternehmen hat bislang in Düsseldorf an der Grafenberger Allee residiert und ein Lager in Duisburg unterhalten. Mit dem neuen Standort habe man die ganze Firma an einem Platz und profitiere von der guten Anbindung an die Autobahnen.

(RP)
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