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Erkrath: Nicht nur das Schild ausgewechselt

Erkrath : Nicht nur das Schild ausgewechselt

Das Evangelische Familienzentrum in Hochdahl ist mehr als eine Kindertagesstätte. In Millrath und der Sandheide werden Kinder früh gefördert. Es gibt Kochkurse und an der Sprachentwichklung wird gearbeitet. Für Eltern wird psychologische Beratung angeboten.

Einfach nur ein Schild mit dem Namen "Familienzentrum" an die Türen der Erkrather Kindertagesstätten schrauben und schon fließen jährlich 12 000 Euro an Zuschüssen aus den Töpfen des Landes NRW — so einfach ist das in Erkrath nicht. "Von Sprachförderung bis Kochkurse — die Einrichtungen müssen auch etwas bieten und das wird überprüft", sagte Bürgermeister Arno Werner gestern im Evangelischen Familienzentrum an der Schulstraße.

Die KiTas im Paul-Schneider-Haus und in der Sandheide haben es als erste Einrichtungen in Erkrath geschafft, sich erneut zu zertifizieren. "Wir mussten nachweisen, dass wir die Angebote, die zu einem Familienzentrum gehören auch wirklich leisten", sagen Anja Karalus und Anette Schoerger. Die beiden Leiterinnen der KiTas in der Sandheide und im Millrath haben gemeinsam mit Pfarrer Andreas Müller einen Bogen mit 90 Fragen ausgefüllt.

Dazu mussten zwei dicke Ordner mit Erläuterungen gewälzt werden. Doch das ist nun geschafft und in Hochdahl und in der Sandheide kann es weiter gehen mit dem Siegel Familienzentrum. "Wer gedacht hat, nur der Titel ändert sich, hat sich getäuscht", sagt Arno Werner. In den KiTas werde von Eltern immer mehr Beratung nachgefragt.

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Sport und Gesundheit

So wird im Familienzentrum unter anderem Sport- und Gesundheitsförderung für Kinder und Eltern angeboten. "Beliebt sind auch Kurse wie 'Starke Kinder — Stark Eltern' wo wir Tipps zur Erziehungshilfe geben", sagt Anette Schoerger. Die Kurse seien regelmäßig gut besucht und nicht nur von Eltern, deren Kinder in den KiTas untergebracht sind. Gut angenommen wird auch das Angebot, psychologische Beratungsstunden innerhalb der Gebäude in Anspruch nehmen zu können.

"Das ist etwas anderes, als wenn die Eltern ins Hochdahl-Haus gehen müssen", sagt Anette Schoerger. Innerhalb der Einrichtung sei die Schwelle, mit jemanden vom Psychologischen Dienst der Stadt zu sprechen nicht so hoch. Das Gespräch kann sich lohnen, wenn Eltern mit ihren Kindern nicht mehr weiter wissen, weil es Probleme gibt.

Babysitter vermittelt

Angeboten werden darüber hinaus Gruppen nach dem Prager Eltern-Kind-Programm für ein bis dreijährige Kinder sowie Krabbelgruppen für Eltern und Kinder. Zusammen gearbeitet wird in den beiden Kitas mit der Tagespflegevermittlung der Stadt Erkrath. Gut angenommen wird auch die Vermittlung von Babysittern.

"Das sind meist Schüler, die wir selbst ausbilden", sagt Anette Schoerger. Meist waren das früher selbst Kindergartenkinder so dass sie mit gutem Gewissen weiter empfohlen werden können.

(RP)