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Wülfrath: Neuer Zickzack-Weg am Anger-Markt

Wülfrath : Neuer Zickzack-Weg am Anger-Markt

Im Sommer 2014 wird für 252 000 Euro die Schulstraße saniert. Der Fußweg bekommt Park-Bäume und mehrere Bänke.

Die Fußgängerzone Wilhelmstraße ist umfassend saniert, die Straßen Am Diek und Parkstraße sind generalüberholt, und der Anger-Markt als Nahversorgungszentrum ist seit einigen Wochen eröffnet. Jetzt startet das nächste Kapitel beim Thema "Wülfraths macht sich hübsch": Der fußläufige Bereich der Schulstraße neben dem Anger-Markt wird im nächsten Jahr total umgebaut. Der "Streifen" zwischen Einkaufszentrum und Sporthalle/Wasserwelt soll für 252 000 Euro zu einem parkähnlichen Grünzug mit viel Grün, zwei großen Bäumen und vielen Bänken angelegt werden. Der Clou: Der Weg wird nicht direkt den Hügel hinauf, sondern in einem weiten Zickzack-Kurs nach oben führen.

Fakt ist: Die Fußweganlage Schulstraße stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt mit Fußgängerzone, zentraler Bushaltestelle, Krappsteich auf der einen Seite und den südlich gelegenen Wohngebieten, dem Stadtpark sowie den zentralen Einrichtungen Sport- und Schwimmhalle, Hauptschule und Jugendhaus auf der anderen Seite dar. Nach Einschätzung der Stadt muss dort unbedingt etwas getan werden: "Die derzeitige Gestalt des Böschungsbereichs zwischen Hallenbad und neuem Anger-Markt mit seinen abgängigen und nicht barrierefreien Fußwege- und Treppenanlagen wird diesem Anspruch in keiner Weise gerecht", heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung am 19. November. Deshalb soll das dortige Gelände ein neues Gesicht bekommen.

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Der Bereich soll grundsätzlich barrierefrei werden. Um dies zu erreichen, muss die große Steigung des Fußwegs hinauf bewältigt werden. Die Lösung: Ein Zickzack-Weg mit einem Längsgefälle von maximal sechs Prozent. Bedingung laut Vorschrift ist aber, so dass alle zehn Meter "Verweilplätze" eingerichtet werden, sprich Bänke oder Sitzmöglichkeiten. Aufgrund des starken Gefälles des Weges ist das nur mit einer aufwändigen Rampenanlage lösbar.

Künftig wird es zwei Wege geben: Einerseits der barrierefreie Zickzack-Weg, den Rollstuhlfahrer, ältere Menschen mit Rollatoren oder auch Mütter mit Kinderwagen nehmen können. Anderseits der kurze Weg über Treppen, die die Podeste verbinden. Für die Gestaltung der Anlage werden im Umfeld bereits vorhandene Materialien wiederaufgegriffen.

Gabionenwände (Drahtkörper gefüllt mit Steinen) sind im Bereich der Rampenanlage vorgesehen. Die Oberfläche soll dabei entsprechend einer Parkanlage "natürlich" aussehen. Im Bereich der Treppen soll neben den Blockstufen das Pflaster genommen werden, welches auch auf der Parkstraße zum Einsatz kam. Die beiden großen Bäume (Trauerweide und Götterbaum) dort bleiben erhalten. Ein Bestreben hat das Planungsamt: Die neu angelegten Flächen sollen möglichst geringe Pflege beanspruchen. Die auch im Stadtpark vorhandenen Kegelleuchten bleiben erhalten, sie werden nur an anderen Stellen installiert. Eine großzügigere Gestaltung wäre nur mit dem Abriss des Podests der Sport- und Schwimmhalle (hier befinden sich Ausgänge aus dem Keller für Abluft und Abwasser) und dem Versetzen der Trafostation möglich, heißt es.

(RP)