Erkrath: Neuer Orden für Karl Hanten

Erkrath: Neuer Orden für Karl Hanten

Der Jubilar ist seit 75 Jahren Mitglied in der St. Sebastianus-Bruderschaft und wurde beim Titularfest in der Stadthalle ausgezeichnet.Der Erkrather Traditionsverein von 1484 ehrte auch Schützenbrüder für 60 Jahre Treue.

So farbenfroh wie die Stadthalle am Samstag Abend geschmückt war, so wunderbar war auch die Stimmung unter den Mitgliedern der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft beim Titularfest. Nicht nur die Schützenbrüder samt Familien waren gekommen. Auch viele Erkrather Bürger ließen sich gerne auf ein Tänzchen auf dem Parkett ein. Neben dem amtierenden Königspaar Theo Meyer mit Tochter Jennifer, Regimentsprinzen Mathias Keens und Prinzessin Katharina Hackland sowie dem Bezirkspagenprinzen Lucas Nicolay mit Dana Effertz statteten auch Bürgermeister Arno Werner und seine Stellvertreterinnen Edeltraud van Venrooy sowie Regina Wedding den Feierlichkeiten der St. Sebastianer einen Besuch ab.

Dank an die Feuerwehr

Besonderer Dank ging an die „Sturmerprobten“ der Erkrather Feuerwehr, die in der vergangenen Woche unermüdlichen Einsatz während des Orkans Kyrill zeigten. Als Ehrengäste wurde das Personal der beiden Seniorenheime Haus Bodelschwingh/Haus Bavier sowie des CBT-Wohnhauses St. Johannes begrüßt. Aber was wäre ein richtiges Titularfest ohne Ehrungen?

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Karl Heinz Nicolay wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Gerd Hanten und Norbert Pohlmann sind schon ein halbes Jahrhundert Schützenbrüder. Als Alois Gumpertz, Hubert Hahn, Karl Hucklenbroich, Heinz Pohlmann, Willi Strucksberg, Heinrich, Karl und Ludwig Weyer vor genau 60 Jahren in die Bruderschaft eintraten, mussten sie sich noch im zarten Kindesalter so manchen Spruch gefallen lassen. „Seit wann ist denn die Bruderschaft eine Kinderverwahrungsstätte?“, soll der damalige Standartenträger des Reitercorps und Landwirt auf dem Uhlenhof kurz nach deren Eintritt von sich gegeben haben. Gumpertz verteidigte über die Jahre seinen Ruf als der „ewig Spitzbube vom Stinertahl“ bis in die heutige Zeit sehr erfolgreich. Hahn gilt als prinzipientreu und voller guter Gedanken und Taten, Hucklenbroich war stets ausgestattet mit gutmütiger Toleranz. Insgesamt haben alle Acht in den vergangenen Jahren die Bruderschaft erfolgreich mitgestaltet.

Für Karl Hantens 75-jährige Mitgliedschaft musste erst ein neuer Orden in Auftrag gegeben werden. Die Ehrenauszeichnung soll von nun an in Serie gehen. Ob diese allerdings in nächster Zeit oft gefragt wäre, wurde offen gelassen. Hantens Uniform schmückten bereits vorher zahlreiche und höchste Orden. „Er hat sich bei uns sehr verdient gemacht“, fügte Pressewart Jürgen Krüger hinzu. „Und das Schützenfeuer hat er bereits von Generation zu Generation weitervererbt.“ Mit Marius Hanten kämpft nun bereits der Urenkel in Pagenuniform um sportliche Anerkennung und Ehre.

(RP)