Mettmann: Neue Technik für risikofreiere Operationen

Mettmann: Neue Technik für risikofreiere Operationen

Als erstes Krankenhaus in der Region rund um Düsseldorf bietet das Evangelische Krankenhaus (EVK) Mettmann ab sofort eine hochauflösende 4K-Technik in drei Operationssälen an. Genutzt werden soll diese Technik in der Endoskopie, bei der entweder ohne oder nur mit einem kleinen chirurgischen Eingriff eine Kamera in einen Hohlraum des Körpers eingeführt wird.

"Nachdem wir unser Haus flächendeckend vom Aufnahme- bis zum Entlassungsprozess digitalisiert hatten, wollten wir diesen Fortschritt im Interesse der Patienten nutzen", sagt Geschäftsführer Bernd Huckels. Deshalb setzte man sich mit einer auf dem Gebiet der Endoskopie renommierten Firma in Verbindung und sprach über mögliche Einsatzorte. Die neue Ausstattung ermöglicht jedoch nicht nur gestochen scharfe Live-Bilder, die eine bis dato nicht dagewesene Sicht in das OP-Feld bieten. Zusätzlich können auf mehreren, neuen Monitoren weitere Aufnahmen, wie beispielsweise Ultraschall- oder Röntgenbilder des Patienten, angezeigt werden. So sind während der Operation alle wichtigen Informationen einsehbar.

Vorteile ergeben sich durch diese Technik und die Digitalisierung sowohl für die Patienten als auch für die Chirurgen. "Die Operationen sind noch sehr viel sicherer für die Patienten geworden, da wir nun ungewollten Komplikationen besser vorbeugen können", sagt Dr. med. Uwe Knaust, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Zudem wird durch die Verlinkung der Technik in den OP-Sälen mit der digitalen Patientenakte die reibungslose Dokumentation der Behandlung ermöglicht. Bilder oder Videos, die während der OP gemacht werden, werden automatisch in hoher Qualität in der Akte des Patienten gespeichert. Angesichts der hohen Qualität und der 30-jährigen Aufbewahrungspflicht nimmt dieser Vorgang verständlicherweise viel Speicherplatz in Anspruch.

"Die Datenmenge beträgt derzeit 100 Terabyte, steigt aber stetig an. Deshalb richten wir auch bald ein drittes Rechenzentrum im Haus ein", erklärt Hans Peter Klaus, Leiter der IT und des Datenmanagements.

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Ein weiterer Vorteil, der allen Beteiligten zugunsten kommen würde, wäre der problemlose Umstieg auf die elektronische Patientenkarte, sollte diese in der Zukunft eingeführt werden.

Neben dem Einsatz der Technik im eigenen Haus wird das EVK Mettmann außerdem auch Ärzten aus der Region die Möglichkeit bieten, in einer Art Showroom die neuen OP-Säle kennenzulernen.

www.evk-mettmann.de

(RP)