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Erkrath: Neue Mitte wird saniert

Erkrath : Neue Mitte wird saniert

In Erkrath fahren 20 bis 30 Lkw täglich Formsande ab, welche die ehemalige Gießerei zurückgelassen hat. Das Gelände wird mit Kies aufgefüllt. Die Düssel wird neu eingefasst.

Tausende Tonnen Formsand werden derzeit in der Neuen Mitte Erkrath ausgegraben und entsorgt. Die Sande stammen aus dem früheren Gießereibetrieb und wurden auf dem Gelände abgelagert. Zwar hätte man auch mit einer Sperrschicht arbeiten dürfen, was letztlich wesentlich kostengünstiger gewesen wäre, berichtet Architekt Georg Krautwurst. Aber man wollte ganz auf der sicheren Seite sein, damit nicht später in den Gärten der Wohnhäuser Kinder im Garten buddeln und plötzlich auf das belastete Material stoßen.

Acht Wochen wird die Maßnahme dauern, so lange werden täglich 20 bis 30 Lkw auf das Gelände kommen, den Formsand abfahren und bei ihrer Rückkehr gleich den Kies für den neuen Untergrund mitbringen. Der gesamte Uferbereich der Düssel auf Pose-Marre wird mit saniert, so dass der Düssellauf für späteren Baumaßnahmen fertig ist.

Spundwand gegen Überflutung

Vorsorglich wird zur Düssel eine 45 Meter lange Spundwand eingebaut, damit bei Hochwasser nicht das gesamte Sanierungsgelände überflutet wird. Im Gegensatz zum früheren Hallenbadgelände sei der Aufwand aber gering, erläutert Krautwurst. Der Formsand liege im Schnitt nur bis zu einem Meter tief, beim Bad musste man bis zu vier Meter Tiefe den Boden ausheben.

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Wenn der Stadtrat für den Erschließungsvertrag grünes Licht gegeben hat, die Sanierung abgeschlossen ist und die Bauanträge genehmigt sind, soll mit dem Bau von Wegen, Ver- und Entsorgung begonnen werden. Es folgen die Errichtung von 40 bis 45 Einheiten im Geschosswohnungsbau und etwa 30 Einfamilienhäuser, darunter auch einige Doppelhäuser.

In der alten Gießereihalle ist vor allem Gewerbefläche vorgesehen. Im Erdgeschoss sind auch kleinere Läden möglich, darüber Praxen, Büros oder ähnliches. "Im Vordergrund steht aber zunächst der Wohnraum", sagt Georg Krautwurst. "Wir schaffen erst einmal neue Kundschaft für den vorhandenen Handel". Und dann werde Raum für kleinere Unternehmen bereitgestellt. Fertigstellung des gesamten Komplexes könnte im Frühjahr 2010 sein.

Nachdem Baufeld B (das ehemalige Hallenbad-Gelände) weitgehend fertig gestellt ist, und die ersten Bewohner eingezogen sind, wird mit Hochdruck am Feld D gearbeitet. Der Bereich grenzt direkt an den Bavierpark. Zu ihm gehört die alte Gießereihalle, die in den Neubaukomplex integriert werden soll. Baufeld C wurde zurückgestellt, weil für den zentrumsnäheren Bereich D bereits zahlreiche Anfragen von Interessenten vorliegen. Außerdem werde mit diesem Areal schon das Gesamtkonzept der Neuen Mitte Erkrath erkennbar, erklärt Krautwurst.

(RP)