Erkrath: Neue Hütte für Wanderer

Erkrath : Neue Hütte für Wanderer

Rechtzeitig zum Osterfeuer am Ostersonntag am Eickener Busch ist der Unterstand für Spaziergänger fertig. Seine Genehmigung am Rand des Naturschutzgebietes war nicht ganz einfach.

Um 20.02 Uhr geht am Ostersonntag die Sonne unter. Das wissen die St. Sebastianer Schützen in Erkrath ganz genau, denn dann wird das Osterfeuer am Eickener Busch neben der Autobahnbrücke entzündet. Ganz nach Sebastianer Art hat das Osterfeuer gute Tradition. In den 90er Jahren wurde der Osterfeuer-Brauch auf Initiative des Vorsitzenden der St. Sebastianer Bruderschaft, Dr. Thomas Kirchhoff, wiederbelebt.

Die Familie Koch von Gut Eulental, der das Eickener Feld gehört, hat alle Wünsche und Aktivitäten der Sebastianer auf ihrem Grund und Boden von Anfang an großzügig unterstützt. Im Milleniums-Jahr 2000 errichteten die Sebastianer das Hochkreuz auf dem Hügel. Es wurde seinerzeit vom Kölner Kardinal Joachim Meißner geweiht. Und nun – am Ostersonntag ab 19.30 Uhr – findet wieder das "Große Osterfeuer" statt.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Erkrath ist diese Veranstaltung der Bruderschaft der Schützen für die Erkrather Bevölkerung ein zünftiges Ereignis, das für Erwachsenen kommunikativ und für Kinder erlebnisreich sein wird. Ein wenig werden aber auch die Autobahnfahrer gegrüßt, die zu diesem Zeitpunkt über die A3-Brücke fahren und einen Blick auf Hochkreuz und Osterfeuer werfen können.

Auch der Blick vom Eickener Feld auf Erkrath ist am Tag und abends wunderschön. Das weiß unter anderem Ernst Jüntgen, ehemals Sebastianer-Vorsitzender und in der Nachbarschaft zu Hause. Schon lange hatte er den Wunsch, unter dem Kreuz eine Schützhütte für Wanderer zu errichten. Am Rand des Naturschutzgebietes Neandertal ist ein solches Projekt aber mit vielen Auflagen verbunden. Was lag näher, als den stellvertretenden Landrat Ernst Buddenberg einzuschalten, der selbst Erkrather ist. Gedacht, getan. Der Kreis Mettmann, der alle paar Jahre mal wieder Schutzhütten an idyllischen Orten genehmigt, war für die Idee Schützhütte am Eickener Busch zu gewinnen. Es fanden zahlreiche Begehungstermine mit den verantwortlichen Behörden vom Bauhof, Kreis Mettmann, Planungs- und Tiefbauamt der Stadt Erkrath sowie mit der Unteren Landschaftsbehörde vor Ort statt. Am Ende kam das O.K.

Es wurde jedoch nur eine kleinere Hütte genehmigt als die Sebastianer ursprünglich haben wollten. Bezahlt wurde sie vom Kreis Mettmann. Ebenfalls die Befestigung und die Bepflanzung fielen in die Zuständigkeit des Kreises. Nun steht die Schutzhütte. Beim Osterfeuer wird sie offiziell eingeweiht. Dabei soll sie reserviert sein für die älteren Besucher.

(gund)
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