Tour de France: Neandertaler grüßt die Tour

Tour de France: Neandertaler grüßt die Tour

Schüler aus Mettmann und Düsseldorf haben in den vergangenen Tagen einen rund 1500 Quadratmeter großen Neandertaler erschaffen, den man nur aus der Luft richtig erkennen kann.

Aus 500 Kilogramm Heu, vier Kubikmetern Baumrinde, ebensovielen Holzschnitzeln, 100 Kilogramm Kalk und einen tüchtigen Schuss Rote-Beete-Saft ist in Zusammenarbeit mit dem französischen Landartisten Pierre Duc ein ganz besonderes Kunstwerk entstanden.

Der Neandertaler an der Fundstelle neben dem Museum an der Talstraße in Mettmann soll bis Sonntag fertig sein und dann hoffentlich von den Hubschraubern, die die Tour de France begleiten, gefilmt werden. Im Schriftzug ist zu erkennen, dass der Neandertaler auch französisch spricht.

Beteiligt an der Aktion waren Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Neandertal des Kreises Mettmann und der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf.

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Gegenstand der Performance im Neanderthal ist das aus der Vogelperspektive sichtbares Werk (40m x 30m) sein, das den Neandertaler darstellt, so wie er tatsächlich ausgesehen hat. Dabei wird er einen Fahrradhelm tragen und über eine Sprechblase bekennen: "Ich bin Neanderthaler. Et en plus, je parle français!" ("Und außerdem spreche ich Französisch!").

Die Botschaft soll die Besonderheit des Ortes, an dem die Idee des Neandertalers entstanden ist, zum Ausdruck bringen. Außerdem verweist das Kunstwerk auf unsere gemeinsame Herkunft und Wertevorstellung, die Modernität der Neandertaler-Idee (durch die Sprechblase, die den Zuschauer an eine SMS erinnert), die Freude am Radfahren (durch den Fahrradhelm des Neandertalers) sowie auf die Frankophilie der Region. Alle vom Künstler benutzen Materialien sind rein natürlicher Herkunft.