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Erkrath/Mettmann: Neandertal ist für Autofahrer wieder offen

Erkrath/Mettmann : Neandertal ist für Autofahrer wieder offen

Wer auf dem schnellsten Weg von Mettmann nach Erkrath gelangen muss – und umgekehrt –, kann aufatmen. Ab Mittwochnachmittag ist die Straße durchs Neandertal wieder geöffnet. Auch die Hochdahler wird's freuen, die nun nicht mehr den Umleitungsverkehr ertragen müssen.

Wer auf dem schnellsten Weg von Mettmann nach Erkrath gelangen muss — und umgekehrt —, kann aufatmen. Ab Mittwochnachmittag ist die Straße durchs Neandertal wieder geöffnet. Auch die Hochdahler wird's freuen, die nun nicht mehr den Umleitungsverkehr ertragen müssen.

Allerdings wird manch einer das liebliche Tal nicht wiedererkennen. Über den Kahlschlag entlang der L 357 haben sich bereits Naturschützer und Bürger aufgeregt. Im Wald zwischen der Zufahrt zum Kalkwerk Neandertal und der sogenannten Hundskurve seien zahlreiche Bäume nicht mehr standsicher gewesen und hätten sowohl die Straße als auch die Regiobahn gefährden können, so die Begründung für das drastische Eingreifen.

Die Arbeiten erfolgten in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz. Eigentümer der Grundstücke sind die Regiobahn, der Kreis Mettmann und ein privater Bürger.

Da ein Teil des Waldes als spezielles europäisches Schutzgebiet ausgewiesen ist, erfolgten die Arbeiten unter Artenschutz-Aspekten. Die Biologische Station Haus Bürgel hat die Fällarbeiten begleitet. Das Neandertal war ab dem 3. Februar gesperrt. Eigentlich sollte die Strecke schon eher freigegeben werden.

Ein Sturm hatte die Arbeiten wesentlich verzögert. Sperrungen und Unfälle sind im Neandertal keine Seltenheit. Anfang Januar hatte eine Sturmböe drei Bäume an einem Hang 50 Meter hinter dem Café Schräglage entwurzelt. Eine 20 Meter hohe Buche landete auf dem Dach eines Fiat Punto. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

(RP)