Natur im Kreis Mettmann Förster bitten um mehr Rücksichtnahme im Wald

Mettmann · Mountainbiker holen sich den Kick durch Geschwindigkeit und einen Querfeldein-Parcours. Andere wollen einfach bloß wandern – und ihre Ruhe. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Förster bitten deshalb um mehr Achtsamkeit im Wald.

 Wandern rund um Mettmann bleibt erholsam – sofern alle aufeinander Rücksicht nehmen.

Wandern rund um Mettmann bleibt erholsam – sofern alle aufeinander Rücksicht nehmen.

Foto: Alexandra Rüttgen

Sie sind die mit dem schlechtesten Image auf und in Feld, Wald und Wiese: Mountainbiker. Rechtzeitig zum Aufblühen des Frühjahrs appellieren die Regionalförster deshalb an alle Nutzer von Wander- und Radwegen: Nehmt mehr Rücksicht aufeinander! Und: Geht respektvoll mit den Pflanzen und Tieren rings um Mettmann um. Speziell den Mountainbikern wird empfohlen, weniger stark benutzte Wege zu nutzen.

Wandern, spazieren, picknicken, entspannen – die Natur im Neanderland bietet zahlreiche Möglichkeiten, vom Alltag abzuschalten. „Wir sollten uns jedoch bewusst machen, dass wir zu Gast sind im Wald“, erklärt Sven Glück von Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Bergisches Land. „Der Wald bietet jedem alles, aber keinem etwas Ausschließliches.“ Dabei sei es eigentlich ganz leicht, Natur und Nerven zu schonen. Es müssten nur ein paar Grundsätze beherzigt werden.

Beispiel: So verlockend eine Abkürzung erscheinen mag: Manchmal beunruhigen Wanderer Tiere unbewusst, sobald sie sich abseits der offiziellen Pfade bewegen. Sven Glück weist zudem darauf hin, dass dabei auch Pflanzen zertreten werden können. Deshalb rät er: „Bleiben Sie auf dem Weg und geben jungen Bäumen die Möglichkeit, zum Wald von morgen zu werden.“

Hunde sind willkommen. Frei herumlaufen dürfen die Vierbeiner allerdings nur, wenn die Besitzer jederzeit die Kontrolle über die Situation bewahren. Freilaufende Hunde können nicht nur Wildtiere, sondern auch Kinder und Spaziergänger erschrecken. In Naturschutzgebieten gilt meist eine Leinenpflicht.

Allgemein wirbt die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann für mehr Rücksicht auf Tiere und Pflanzen und für Gelassenheit zwischen allen Naturfreunden. Ob zu Fuß, mit dem Rad, mit Hund oder Kinderwagen – jeder hat seine eigene Geschwindigkeit, aber alle nutzen die gleichen Wege.

Mehr Tipps für Naturschutz und Harmonie im Wald finden Interessierte beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW unter www.wald-und-holz.nrw.de/wald-erleben/verhalten-im-wald.

(dne)
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