Nachhaltigkeit Thema in Mettmann, Erkrath und Wülfrath

Nutzung nachhaltiger Energie : Städte setzen vermehrt auf die Produktion von Öko-Energie

Ob Photovoltaik oder Öko-Strom zur Straßenbeleuchtung – alle sparen tonnenweise des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid.

Zeitenwende in Wülfrath. Im kommenden Jahr wird vermehrt auf nachhaltige Energiequellen gesetzt. Einerseits liefern die Stadtwerke dann TÜV-zertifiziertes Ökogas und auch fürs Licht nach Sonnenuntergang im öffentlichen Raum gibt es neue Zulieferer: Die Straßenlaternen werden mit Öko-Strom betrieben, 2440 Leuchten dann aus nachhaltigen Quellen.

„Unsere Tochtergesellschaft Neander Energie liefert zum 1. Januar 2020 den Strom für die Straßenbeleuchtung in Wülfrath, somit wird diese komplett mit Ökostrom versorgt“, berichtet Arne Dorando, Geschäftsführer der Stadtwerke Wülfrath und der Neander Energie erfreut. „Der Lieferant ist verpflichtet, Strom zu liefern, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt, also beispielsweise Wasserkraft, solare Strahlungsenergie oder Energie aus Biomasse“, erläutert Stadtsprecherin Franca Calvano. Die Ökogas-Zertifikate sowie die Ökostrom-Zertifikate werden über die KlimaInvest Green Concepts erworben. Die Zertifikate unterliegen hohen Standards. „Die Projekte zur CO2-Minderung werden laufend geprüft, dadurch wird das durch den Erdgasverbrauch erzeugte CO2 klimawirksam ausgeglichen“, führt Arne Dorando aus und ergänzt: „Bei der Erzeugung für Strom wird ausschließlich auf natürliche Ressourcen wie Solar-, Wind- und Wasserkraft zurückgegriffen“.

Für Kämmerer Rainer Ritsche ist die Belieferung mit Ökostrom für die Straßenlaternen ein weiterer Schritt nachhaltigen Handelns: „Die städtischen Liegenschaften werden bereits mit Ökostrom und Ökogas versorgt. Mit der Belieferung des Ökostroms für die Straßenbeleuchtung in Wülfrath sparen wir zusätzlich 307 Tonnen CO2 ein“, rechnet Rainer Ritsche vor. Durch die Ökogaslieferung der Stadtwerke werden 2020 etwa 13.600 Tonnen CO2 klimaneutral gestellt.

Das sei ein „guter Weg, wenn Stadt und örtliches Stadtwerk Hand in Hand Beiträge für den Klimaschutz leisten“, resümiert Arne Dorando. Und dieses nachhaltige Projekt soll weiter ausgeführt werden. Ab 2021 beginnt die Ausschreibung eines Gesamtpaketes Öko-Strom für die städtischen Gebäude und die Straßenbeleuchtung mit dem Ziel verbesserter Einkaufskonditionen aufgrund der auszuschreibenden Gesamtverbrauchsmenge, führt Franca Calvano aus.

Auch die Stadt Erkrath will mit ihrer Photovoltaikanlage einen Beitrag zur Energiewende leisten und produziert ab sofort ihren Strom selbst – mit einer Photovoltaikanlage auf dem Rathaus, die den Energieverbrauch des Hauses zumindest teilweise abdeckt. Sinnvoll sei die Photovoltaikanlage auf einem Verwaltungsgebäude, weil es tagsüber betrieben wird und die Energie direkt nutzen kann. Der Eigenverbrauchsanteil liege bei 85 Prozent. Überschüsse würden in das Versorgungsnetz der Stadtwerke eingespeist.

Auch in der Kreisstadt Mettmann „haben wir mit reiner Nachhaltigkeit schon früh begonnen“, erklärt Colette Zimmer, Mitarbeiterin im städtisches Gebäudemanagement Mettmann. Für etwa 150 städtische Liegenschaften wird auf das Öko-Modul Photovoltaik-Anlage gesetzt, „alle Schulen, alle Kitas und natürlich das Rathaus“ werden so beliefert. Dort, wo eine Liegenschaft vermietet ist, kann der Mieter sich an den Öko-Strom andocken. „Das können wir nur anbieten, aber nicht bestimmen“, erklärt Colette Zimmer.