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Nach Brand: Angehöriger sammelt Spenden

Vater und Sohn bei Feuer in Mettmann schwer verletzt : Nach Brand: Angehöriger sammelt Spenden

Bei dem Feuer an der Sudhoffstraße wurden ein Vater und sein Sohn (8) schwer verletzt. Der Junge ist durch das Unglück traumatisiert und wird psychologisch betreut. Der Schaden beträgt 50.000 Euro.

Das Schicksal seiner Cousine und ihres achtjährigen Sohnes hat den Mettmanner Thomas Hellbach tief getroffen. Der Achtjährige wurde bei dem Feuer in einer Wohnung an der Sudhoffstraße in der Nacht zu Samstag, 23. Mai, schwer verletzt (die RP berichtete). Das Feuer soll durch einen Akku ausgelöst worden sein, der in Flammen aufging. Der Junge lag mit schwerer Rauchvergiftung zeitweise im Koma. Auch sein Vater, in dessen Wohnung der Junge damals übernachtete, zog sich bei diesem Brand schwere Verletzungen zu. Er erlitt Verbrennungen am Rücken sowie an den Schultern und Armen. Er wird in einer Spezialklinik behandelt, erhielt eine Hauttransplantation.

Thomas Hellbach ist erschüttert. „Es ist ganz, ganz schrecklich, was da passiert ist“, sagt er. Täglich steht er mit der Mutter des kleinen Lian in Kontakt. Sie lebt nicht in der Wohnung des Vaters. Weil die Eltern geschieden sind, verbrachte das Kind lediglich das Wochenende dort. Lian leidet noch immer unter den Folgen des Unglücks, wird psychologisch betreut und „muss wohl eine Trauma-Therapie machen“, erzählt Hellbach. Der Vater des Jungen wird sich hingegen nach Entlassung aus dem Krankenhaus eine neue Bleibe suchen müssen. Mobiliar und Kleidung sind verbrannt, „in die Wohnung konnte man nur mit Spezialmaske rein, die wird jetzt entrümpelt und geräumt“, erzählt Hellbach. Der Schaden wird auf mehr als 50.000 Euro geschätzt. „Leider hatte er keine Hausratversicherung, die den Schaden übernimmt. Eine Ersatzwohnung ist nicht in Sicht.“

Thomas Hellbach hat sich daher „überlegt, wie man da helfen kann“ und eine Spendenaktion gestartet: Im Internet ist sie unter www.betterplace.me/wohnungsbrand-in-mettmann-vater-oder-sohn-hilfe zu finden. Erste Spendenzusagen sind bereits eingetroffen. „Alles Gute für die Familie“, hat dort ein Spender gepostet, ein anderer hofft „Mögen rasch bessere Zeiten kommen für die beiden“ und ein Dritter freut sich „Schön, dass es für solche Schicksalsschläge Spendenaufrufe gibt. Ich hoffe, es kommt ausreichend Geld zusammen.“

50.000 Euro sind das Ziel der Spendenaktion, jeder noch so kleine Betrag helfe, dieses Ziel zu erfüllen: Bis Freitagnachmittag sind, wenige Stunden nach Beginn der Kampagne, bereits 280 Euro zusammen gekommen. „Wir möchten dem Vater des Kindes gerne eine Perspektive geben“, sagt Hellmann. Denn der 33-Jährige wird nach seiner Genesung bei null anfangen müssen. Schon jetzt ist klar: Wird er aus dem Krankenhaus entlassen, muss er erst einmal bei seiner Mutter einziehen. Doch das Wichtigste ist: „Wir sind alle heilfroh, dass beide überlebt haben“, sagt Hellmann.