Musikschule - nun entscheidet der Rat

Anspannung in Mettmann : Musikschule: Nun entscheidet der Rat

Der Förderverein drängt weiter auf Tarifverträge für alle Dozenten.

(arue) Am Dienstag, 28. Mai, wird der Rat die letztgültige Entscheidung darüber treffen, ob ein Teil der Lehrer an der städtischen Musikschule nur noch Honorarverträge erhält. Bereits der Schulausschuss hatte in seiner Sitzung am 16. Mai der Idee zugestimmt, alle Dozenten, die weniger als zehn Stunden regulären Unterricht erteilen, aus der Tarifbindung für den öffentlichen Dienst herauszunehmen. Dies soll aus Kostenspargründen geschehen.

Umgekehrt bedeutet das für alle Dozenten mit einer höheren Stundenzahl nun Erleichterung: Ihre Verträge sind trotz Ausstiegsklausel künftig sicher. Obwohl der Freundeskreis der Musikschule darin nach eigener Aussage ein „klares Bekenntnis für die Fortführung einer professionellen Musikschule in Mettmann“ sieht, erhebt er Einspruch. Er fordert die Übernahme aller Lehrkräfte ins Tarifverhältnis. Betroffen sind insgesamt fünf Dozenten. „Auch diese fünf Lehrkräfte benötigen eine soziale Absicherung“, argumentieren Lucia Lima Brendel, Karl-Heinz Kensche und Ulrich Behrens vom Vorstand.

Die betroffenen Musikschullehrer würden „eine hervorragende Arbeit“ leisten, „die im Einzelfall auch ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Musikschule darstellt. Darunter sind Lehrkräfte, welche in ihrem Fach die einzigen sind. Es ist auch eine Fachkraft dabei, ohne die die vorberufliche Fachausbildung nicht mehr möglich wäre“, argumentiert der Vorstand des Fördervereins. Auch diese Fachkräfte müssten an die Musikschule gebunden werden. „Wir befürchten im Laufe der Jahre eine Aushöhlung der Musikschule, falls sich die Entscheidungsträger in Zukunft für kleine Verträge aussprechen, um möglichst viele Honorarkräfte zu haben.“

(arue)
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